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Dienstag, 4. August 2026

Ein Siegelband aus dem Jahre 1294

Mein Schautisch hat ein neues Highlight: eine Urkunde mit einem brettchengewebten Siegelband und einem Siegel in Originalgröße – das eigentliche Siegelmotiv fehlt allerdings noch.

Es handelt sich um die Rekonstruktion einer Urkunde, die am 1. August 1294 von König Johann Balliol von Schottland ausgestellt wurde.


Donnerstag, 1. Mai 2025

Eine einfache Borte aus Šilalė / Litauen

 

Dies ist ein Band, dass 2008 in einer Posterpräsentation vorgestellt wurde. Mit einer Abbildung und einer Musterzeichnung.

Es stammt aus Šilalė / Litauen (Požerė Grab 146 od 147)  und wird in das Mittelalter datiert. Es wird im Archiv des National Museums von Litauen aufbewahrt.

Leider habe ich keine weiteren Informationen zu diesem Band.

Montag, 13. November 2023

Langer Samstag im Museum für Urgeschichte in Chur/CH

 

Der Lange Samstag in Chur. Das Museum für Urgeschichte hatte uns eingeladen und wir sind dieser Einladung gefolgt. Für mich waren es über 700 km pro Strecke für einen Tag im Museum. 
 
Zudem mussten wir noch mit all unseren Sachen durch den Zoll, da die Schweiz ein Drittland ist. War nicht einfach, und seitdem schätze ich die EU noch mehr. 
 
Von der Schweiz haben wir nicht viel gesehen. Als wir rein gefahren sind war es schon dunkel und auf der Heimfahrt hatten wir Dauerregen gemischt mit Schnee. 
 
Die Veranstaltung selbst war prima. Wir waren in einem Raum untergebracht, wo alles andere mit Planen abgedeckt worden war und haben uns da ausgebreitet.
 
Es gab einen Bus-Shuttle und man merkte immer, wenn 'Schichtwechsel' war. Aber einige Besucher blieben mehrere Stunden bei uns und wir hatten richtig tolle Gespräche, wo auch wir noch etwas gelernt haben.
 
Später am Abend wurde es dann ruhiger.... 

Sonntag, 30. April 2023

Neue Kleidung

Diesen Winter habe ich nicht nur viel gewebt, sondern auch ein neues Kleid für meine mittelalterliche Darstellung genäht.
Zeit: um 1300
Einfache, aber nicht ärmliche Darstellung im städtischen Umfeld
Ein bequemes Kleid, das Frau am Markttag tragen kann, aber mit dem sie auch anpacken kann. 

Da Gabriele auch ein neues Kleid ablichten wollte, haben wir uns zusammen getan und gemeinsam ein Shoting im Ort organisiert. Und ja, es gibt doch noch die eine oder andere Ecke, wo man nachher keine Bildbearbeitung benötigt, um  ein stimmiges Bild zu bekommen.

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

 
Was nicht zu sehen ist: Leinenunterkleid und einfache Wendeschuhe. Auf dem grünen Kleid wird ein einfacher Gürtel getragen. Da ich das überboden lange Kleid mit dem Gürtel gerafft habe, damit es nicht über den Boden schleift, ist der Gürtel nicht zu sehen. Das Kleid hat Keile, die bist zum Armansatz gehen und die Ärmelnaht verläuft auf der Rückseite.
Da es ein wenig kühl ist, trage ich zusätzlich ein einfaches helles krapprotes Tuch.
Mein Kopf ist mit Haarnetz und Gebände bedeckt.
 
 

Mittwoch, 1. Juni 2022

Eine weitere - verbesserte - Rekonstruktion der Borte des Krönungsmantels

 

Die Borte vom sog. Krönungsmantel Roger II

Obwohl der Mantel als Krönungsmantel von Roger II bezeichnet wird, hatte dieser ihn nicht zur Krönung getragen, denn diese war 1130, während der Mantel 1133/1134 in den Werkstätten von Palermo hergestellt wurde.

Auch Friedrich II trug 1220 einen anderen Mantel zu seiner Krönung. In Inventarlisten wurde der Mantel zum ersten Mal 1246 erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wurde er an verschiedenen Orten aufbewahrt (u.a. in der Nähe von Prag, Nürnberg und Regensburg) bis er 1800 zusammen mit den anderen Reichskleinodien nach Wien gebracht wurde, damit sie nicht in französische Hände fiel. 

Während des Naziregims wurde veranlasst, dass der Krönungsmantel zusammen mit den anderen Reichskleinodien nach Nürnberg gebracht wurde, doch nach dem 2. Weltkrieg kamen sie wieder zurück nach Wien, wo sie seit 1946 in der Kaiserlichen Schatzkammer ausgestellt werden.

Dort ist der Mantel auch heute noch zu bewundern.

Samstag, 6. November 2021

Inspiriert von der Borte TX111 aus St. Truiden

Genau wie viele andere Borten aus St. Truiden, gehört auch dieses Band zum Reliquienschatz der Jungfrauen der St. Ursula. Ursprünglich stammt es wahrscheinlich aus Köln, Deutschland und wurde um 1270 nach St. Truiden gebracht.

Die Borte TX111 fiel mir zuerst im Anhang des Buche 'Ecclesiastical Pomp' auf, später sah ich Abbildungen vom Original auf der Website.

 


Freitag, 18. Juni 2021

Ein Wochenende in Nienover Teil 2

 Das Wetter war tagsüber schön und Abends verregnet, und sehr nass.

Donnerstag, 10. Juni 2021

Ein Wochenende in Nienover Teil 1

Ein Wochenende in Nienover. Keine Woche vorher dachten wir noch, dass wir coronabedingt absagen müssten. Aber Freitag abends war dann klar, dass wir am nächsten Donnerstag doch anreisen durften. So packten Gaby, Philipp, Claudia und ich kurzentschlossen unsere Sachen.
Deswegen gab es kein größeres Projekt, was wir machen wollten, sondern wir haben uns getroffen, gebastelt, Handarbeit gemacht, lecker gekocht und den wenigen Besuchern, die da waren viele Fragen beantwortet.
Und wir hatten viel Spaß gehabt!
 
 

Sonntag, 14. Februar 2021

Ein broschiertes Band aus Breslau 12/13. Jhd.

Es gibt Bänder, über die ich fast gar nichts weiß, und wo ich mir auch nicht sicher bin, ob die Rekonstruktionen 'passen'.

So auch das Band aus Breslau, das ich vor einigen Jahren angefangen habe zu weben.

Ich hatte als Vorlage nur eine schwarz/weiß Kopie, wo noch nicht mal zu erkennen ist, mit wie vielen Brettchen das Muster gewebt wurde. Nur, dass das Muster broschiert wurde.

Und so habe ich mich hingesetzt und das Muster nachgearbeitet.  Ich habe aber keine Ahnung, ob das so stimmt. 


Dienstag, 8. September 2020

Ein Wochenende im Mittelalterhaus Nienover

 Damit es überhaupt stattfinden kann, ist dieses Jahr alles ein bisschen kleiner als sonst.

So waren wir vier Erwachsene und ein Kind bei der Belebung eines mittelalterlichen Stadthauses in Nienover..
Ein wirkliches 'Thema' hatten wir nicht, aber den Leitfaden: 'wie würde man einen verregneten Sonntag in einem Stadthaus verbringen'. 
Es war nicht ganz so nass wie befürchtet, aber wir haben viel Handarbeit gemacht, gekocht und es wirklich ruhig und entspannt angehen lassen. 
 
Aufgrund des Wetters waren nur wenige Besucher da, aber einige sind doch recht lange bei uns hängen geblieben. 
 
Danke an André Henning für das Bild.

Samstag, 25. April 2020

Fertig...

Als mir vor einigen Jahren der Grafiker meines Vertrauens Visitenkarten machte, staunte ich nicht schlecht, denn er hatte ein Motiv im mittelalterlichen Stil verwendet, das ich noch nicht gewebt hatte.

Das Muster (17 Musterbrettchen) war schnell entwickelt und dann legte ich los.

Ja, ich wurde halb fertig und dann lief mir ein spannenderes Motiv über den Weg, das ich unbedingt und ganz dringend weben musste....

Benutzt habe ich die Borte trotzdem, um meine Visitenkarten zu präsentieren:


Freitag, 22. November 2019

Die Borte TX112a aus St. Truiden

Im 13. Jhd. sind viele Reliquien aus Köln nach St. Truiden weiter gegeben worden. Diese hatte man in wertvolle Textilien gehüllt.

Darunter waren viele brettchengewebte Borten, die alle in einem ähnlichen Stil gewebt waren.

Die Borte TX112a weicht ein wenig von den sonst üblichen geometrischen Motiven ab und hat exotischere Elemente.
 
 

Dienstag, 23. Juli 2019

Ein Wochenende in Nienover Teil 2

Am Samstag hatte Gaby am meisten zu tun, sie hatte das Abendessen geplant und hatte die 'Oberhoheit' über die Töpfe.


Eigentlich sind die Äpfel für die Jahreszeit zu 'unschrumpelig'...

Montag, 22. Juli 2019

Ein Wochenende in Nienover Teil 1

Vereinsmitglieder waren schon öfters da gewesen und hatten von dem hübschen Haus und der gesamten Location geschwärmt,  also war es Zeit, dass wir (Projekte zur Lebendigen Geschichte e.V.), es zusammen ausprobierten. So hatten wir für Juli einen Termin reserviert.

Aufgrund von Brandschutzordnung ist das Übernachten im Haus nicht gestattet und wir mussten am Freitag unser Zelte auf der dazugehörigen Wiese aufschlagen. Wir waren noch nicht wirklich fertig, als der Himmel meinte, seine Schleusen zu öffnen und uns mit einem Wolkenbruch beglückte.

Kurze Zusammenfassung von Freitag Abend und Nacht: Wir sind abgesoffen.

Samstag, 6. Juli 2019

Halberstadt - mal wieder

Lange ist es her, dass ich dieses Motiv von einem Altartuches aus Halberstatdt (14. Jhd) zum ersten Mal gewebt habe. 2001 war ich schon auf den Weg in Richtung eigene Musterentwicklung und 'Rekonstruktionen von historischen Borten', als mir Fabian Peise nach einem interessanten Mailaustausch diese Anleitung zur Verfügung gestellt hatte.

Seitdem kenne und schätze ich dieses Muster.
2014 hatte ich die Gelegenheit, mir die Borte persönlich in Halberstadt anzusehen und festzustellen, dass das Muster wirklich dem Original entspricht (das ist nicht immer selbstverständlich) und auf meiner 'To do Liste' stand das Nachweben mit den passenden Farben.

Das habe ich jetzt gemacht.
Vergleich Original und Rekonstruktionen

Freitag, 21. Juni 2019

800-Jahr-Feier in Datzeroth


Letztes Wochenende hatten wir eine Veranstaltung, der ich gespannt entgegengeblickt hatte: Die 800-Jahr-Feier in Datzeroth. Gleichzeitig mit uns wurde auch gefeiert: mit Zelt, Bühne, Humtata, Kettensägenkünstler, etc..
Wir hatten Glück und der Kettensägenkünstler stand auf der entgegengesetzten Seite des Platzes und die Feier war sehr entspannt und weder laut noch sonst wie stressig.

Ich habe selten so ein interessiertes Publikum getroffen, wo ich mir teilweise den Mund fusselig geredet habe. Es war das absolute Positvbeispiel, wie es gehen kann.

Wir hatten eine kleine Ralley für die Kinder organisiert, die Fragen beantworten mussten und bei erfolgreicher Absolvierung mit etwas Süßem belohnt wurde.
Nicht nur die Kinder haben bei der Ralley mitgemacht, auch einige Erwachsene haben sich die recht einfachen Fragebögen geschnappt und eine Runde über den Platz gedreht. Selten habe ich bessere Ansätze gefunden, um ins Gespräch zu kommen.

Unser Gelände - mitten im Ort und durch die Hecke doch abgeschirmt.

Freitag, 3. August 2018

Meine neue Ausstattung für das 13. Jhd.

Manche Dinge sind Teamwork, die man einfach nicht alleine machen kann.

So auch meine Ausstattung für das 13. Jahrhundert. Einiges habe ich selbstgemacht, noch mehr habe ich eingetauscht und einige wenige Dinge habe ich dafür gekauft.



Sonntag, 22. Juli 2018

Das 13. Jhd. auf der Lütjenburg Tag 4

Ein Ausflug an die Ostsee

Da die Turmhügelburg Montags wie ganz viele andere Museen offiziell geschlossen ist, hatten wir einen Ausflug geplant. 

Keine 10 Kilometer Luftlinie von der Küste entfernt, musste es natürlich an die Ostsee gehen.


Samstag, 21. Juli 2018

Das 13. Jhd. auf der Lütjenburg Tag 3




Sonntag - eigentlich der Tag für den Kirchgang in der feinen Kleidung. Wir haben die schicken Sachen angezogen und erst einmal ein Gruppenbild gemacht.


Donnerstag, 19. Juli 2018

Das 13. Jhd. auf der Lütjenburg Tag 2

Das Wetter war nicht ganz so warm und das Licht im Vergleich zum Vortag nicht fotofreundlich.

Deswegen blieb die Kamera die meiste Zeit im Korb. Aber die Küchenaktion Pastetenbacken habe ich doch noch fotografiert.