Posts mit dem Label Hallstatt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hallstatt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 10. Mai 2026

Errata für die Borten aus Hochdorf.

Wenn man Anleitungen kontrollwebt, bevor man sie veröffentlicht und dann keinen Fehler findet, dann ist die Welt in Ordnung. 

Aber wenn man das Muster viel später noch mal webt, und plötzlich Fehler findet, dann ist das für mich und alle Käufer doof.  Und dann ist es Zeit für ein Errata... 



Wer ein Heft von mir gekauft hat, schickt mir bitte kurz eine Mail oder PN, dann schicke ich die ganze Anleitung neu zu. 

Falls euch beim Weben etwas auffallen sollte, schreibt mich an. Wenn ich es noch nicht in der Errata Liste habe, gibt es als Dankeschön ein Anleitungsheft geschenkt.

Dienstag, 27. Mai 2025

Hall Tex 390 - eine weitere Borte aus Hallstatt

Im September 2024 wurde diese Borte aus der Bronzezeit (datiert ca. 1200 v.Chr.) erstmalig von  Kayleigh Saunderso vorgestellt und nach Ideen zur Rekonstruktion gefragt. 
Damals hatte ich die Vermutung, dass es als Kombination aus Brettchengewebe und Bandgewebe (was so gar nicht meine Baustelle ist) sein könnte. Hatte das aber nicht weiter verfolgt, da ich gerade ein anderes für mich spannendes Projekt auf dem Webstuhl hatte.

Als sie dann Anfang Mai noch einmal auf die Borte aufmerksam machte, sah ich plötzlich etwas ganz anderes. Etwas ganz einfaches.  Ein Brettchengewebe, das eine sehr einfache Kombination aus 2-Fäden pro Brettchen und 4 Fäden pro Brettchen ist. 


Dienstag, 14. Februar 2023

Tablet Woven Bands from the Iron Age © 2022,

Originally written for the summer edition of Twist 2022

Right now, we know of approximately 70 tablet woven fragments from the Iron Age. Some are too small to get a pattern from; many others are not well enough preserved to decipher a pattern. 

From some, I wasn’t able to get a picture to work out a reconstruction. There is a good overview in the article Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk 

Here are 17 bands of the Iron Age I have woven so far. 


 

Sonntag, 28. Februar 2021

Endlich mal die 'neue' Ausstattung ausführen

 

Wenn man den Göga überzeugt bekommt, doch mal einige Fotos von der 'neuen' schon seit einem Jahr ungetragenen Ausstattung zu machen... 

Inzwischen hat der Chiton Lagerfalten. Und wegen der Temperatur habe ich dann doch eine Tunika drunter angezogen. War aber absolut nicht notwendig. Der Wollstoff ist so warm, das ist nichts für den Sommer. (Deails zum Stoff kann ich nicht geben, er wurde von Sylvia Crumbach genäht und verkauft. Als die Besitzerin sich wegen Hobbyaufgabe davon trennte, habe ich den Zuschlag bekommen)
 

 

Donnerstag, 14. Mai 2020

Die Kelten in der Hallstattzeit - wie anfangen?


Die Kelten in der Hallstattzeit - wie anfangen?

Man hat schon viel von dieser mysteriösen Kultur gehört, und es gibt so manch eine Dokumentation im Fernsehen. Aber wenn man ernsthaft anfängt, sich mit ihnen zu beschäftigen und versucht, die Kleidung zu rekonstruieren, dann wird es eng. Zumal das, was man oft in den Dokumentationen sieht, nur bedingt bis gar nicht mit dem übereinstimmt, was gefunden wurde.
Hier beschäftige ich mich mit der Kleidung der Kelten in Zentraleuropa zur Hallstattzeit, die von 800 v. Chr. bis etwa 450 v. Chr. datiert wird (natürlich mit regionalen Unterschieden), regional begrenzt auf Süddeutschland, Österreich und die angrenzenden südlich und östlich angrenzenden Länder. Andere Regionen haben eine andere Mode.

Als absolutes 'Must have' für diese Zeit empfehle ich das Buch 'Bunte Tuche gleißendes Metall - Frühe Kelten der Hallstattzeit', das einen guten Überblick über verschiedene Rekonstruktionsvorschläge gibt.
Dann PrähistorischeTextilkunst in Mitteleuropa von Karina Grömer. DAS Buch zu Textilien aus der Zeit, das es im kostenlosen Download gibt. 
Einen allgemeinen Überblick über die Kelten und Funde gibt das Buch 'Die Kelten in Deutschland' von Sabine Rieckhoff und Jörg Biel.
Aus der Hallstattzeit gibt es wenige Funde und noch weniger Abbildungen von getragener Kleidung. Von den Textilien sind nur Fragmente erhalten. Hauptfundorte sind die Salzbergwerke in Österreich (Hallstatt und Hallein) und das Grab des Keltenfürsten von Hochdorf.
Abbildungen von Kleidung gibt es in Mitteleuropa fast keine. Wenn man für eine Darstellung aus Süddeutschland recherchiert, dann muss man z.B. auf Abbildungen auf einer Situla von Vace, Slowenien oder von einer Situla aus Bologna, Italien oder der Situla aus Kuffern, Östereich zurückgreifen, um überhaupt eine Idee zu haben, wie die getragene Kleidung ausgesehen haben könnte. 
Man muss noch weiter gehen (sowohl räumlich als auch zeitlich), wenn man Funde von kompletten Textlilien vergleichend anschauen will, etwa die Moorfunde in Dänemark, die zeitlich früher oder später liegen, genau wie die Textilien aus dem nachchristlichen Ägypten oder anderen wüstenartigen Gebieten, wo das Klima beigetragen hat, dass Stoffe über 2500 Jahre erhalten geblieben sind.

Textilfragmente aus dem Salzbergwerk von Hallstatt (vom Titelbild des Buches 'Textilien aus Hallstatt')
Vielen Dank an Karina Grömer und das Naturhistorische Museum Wien für die Genehmigung, es zu verwenden.