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Mittwoch, 24. Juni 2026

Farben der Eisenzeit

 

Farben der Eisenzeit... können ganz schön teuer sein.
Vor vielen Jahren hatte mir mein Mann zu Weihnachten Kermesgefärbte Wolle geschenkt.
Und weil dieses inzwischen fast aufgebraucht ist, habe ich jetzt noch einmal färben lassen.
In Deutschland kostet jetzt ein Kilo Kermes 35.640,50 Euro pro kg. Im Vergleich dazu bezahlt man für ein Kilo Gold 125.000,00 Euro.
Um 50 g Wolle zu färben hat Marled 6 g Kermes verwendet (ok, 10 g wäre besser gewesen, aber nachher ist man immer schlauer). Ihr könnt glaube ich selber rechnen, wie teuer die Wolle war. 
 
 
 

Freitag, 21. März 2025

Das Band aus der Ny Carlsberg Glyptotek in Copenhagen, Dänemark

 Es handelt sich hier um eine ägpytische Borte, das zeitlich einmal ins 7.-8. Jhd oder ins 14. - 15. Jhd datiert wird (ich bin voreingenommen und tendiere zum 7. - 8. Jhd)

 Die Rekonstruktion und Musteranleitung findet man in dem Buch Tablet Weaving in Theory and Practice - Egyptian Zigzags by Catherine Weaver.
(ich kenne das Band schon länger, aber ich hatte keine Bilder, die eine Rekonstruktion zulassen).

Ich habe nur entschieden, dass ich es abweichend zu Ihrer Rekonstruktion als Missed Hole webe.

Samstag, 1. April 2023

Brettchenweben - Technikdetails

 


Es gibt verschiedene Wege ein Missed Hole zu weben. Einfacher, oder komplex, wie es bei isländischen Borten gemacht wurde. Ich habe vor vielen, vielen Jahren (2007) bei Marijke van Epen die Grundlagen zum isländischen Missed Hole gelernt.

Leider habe ich viel davon vergessen. Aber da ich jetzt das Hofdi-Band mit einem 'normalen' Missed Hole webe, habe ich einen verregneten Samstag genutzt und alles zum Thema 'Missed Hole' herausgesucht, um zu verstehen, warum meine Weben doch anders ist, als das Original.

So schön das Ergebniss damals beim Kursus auch war, es hat mich jahrelang für die viel einfacherer Missed Hole Technik ruiniert. Denn die Technik ist wesentlich komplexer, als das Weben nach Skizze, ich brauche komplexe Musteranleitungen, weil die Nupsis ganz anders gewebt werden. Und das Weben hatte mir keine Freude gemacht. Allerding hat es wesentlich mehr Struktur, als die einfacherer Methode.

Ich hatte die Schwanenborte, die ich damals im Kursus gewebt hatte, vor einigen Jahren noch einmal in der gängigen, einfacheren Technik gewebt. Perfekt für einen Vergleich.

Vergleichen wir zuerst einmal die Anleitungen:

There are different ways to weave a Missed Hole. Simpler, or complex, as it was done with Icelandic bands. I learned the basics of the Icelandic Missed Hole many, many years ago (2007) from Marijke van Epen.

Unfortunately, I have forgotten a lot of it. But since I am now weaving the Hofdi band with a normal Missed Hole, I took advantage of a rainy Saturday to look up everything about the 'Missed Hole' to understand why my weaving is different from the original.

As beautiful as the result was at the time of the course, it ruined me for years for the much simpler Missed Hole technique. Because the technique is much more complex than weaving from a sketch, I need complex pattern instructions because the nupsis
(you can also call it pebbles as it looks similar to the Andean pebble weave) are woven quite differently. And I didn't enjoy the weaving. However, it has much more structure than the simpler method.

I had woven the swan border I had woven in the course back then again a few years ago in the common, simpler technique. Perfect for a comparison..

Let's first compare the instructions:

Samstag, 16. Oktober 2021

Schon längst fertig...

Oh man, 2019 habe ich diese Borte gewebt, habe sie auch bei Facebook und Instagram vorgestellt, aber irgendwie habe ich sie bisher weder hier im Blog, noch auf meiner Homepage vorgestellt.

 Zeit, das zu ändern:

 


Darf ich vorstellen: Eine wilde Mischung Muster von verschiedenen Autoren, teilweise historisch inspiriert, die meisten aber ganz modern.

Freitag, 21. August 2020

Ein kunterbuntes Band / a multicolored band

Nicht alle Borten, die ich webe, haben historische Vorlagen.

So auch dieses (ok, einige Motive schon...), aber ich wollte eine Borte im Farbverlauf weben.

Nachdem ich ein wenig gekämpft hatte, um die richtigen Farben zusammenzustellen, ging das Weben vergleichsweise einfach.


 

Sonntag, 22. September 2019

Ein brettchengewebtes Band aus Dürrnberg

Als vor einigen Jahren Lise Raeder Knudson und Karina Grömer den Artikel 'Discovery of a New Tablet Weaving Technique from the Iron Age'  In: Archaeological Textiles Review No.54 veröffentlichten, war ich von der Borte fasziniert. Doch trotz einer ausführlichen Beschreibung in dem Artikel Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg - Neue Erkenntnisse zur Brettchenwebtchnik in der Eisenzeit   aus dem JAHRBUCH DES RÖMISCH-GERMANISCHEN ZENTRALMUSEUMS MAINZ 56. Jahrgang 2009 habe ich es damals nicht geschafft, eine Borte zu weben, die auch nur annährend dem historischen Vorbild ähnelten.

Das Band selbst wird in das frühe 3. Jhd. v. Chr. datiert und ist damit der LaTéne B Zeit zugeordnet. 

Inzwischen hat es geklappt.



Dienstag, 16. Mai 2017

Ein Muster verschiedene Techniken

Nachdem ich das Muster aus Priednieki/Lettland 11. Jhd gewebt habe, musste ich doch mal ausprobieren, wie es aussieht, wenn ich es in anderen Techniken webe:

Links Schnurbindung mit 8 Musterbrettchen, Drehrhytmus 5v5z, Mitte, Missing Hohle auch 5v5z, rechts das historische Muster als zweiloch Gewebe mit 14 Musterbrettchen, individuell gedreh.

I was curios how the early mediveal pattern from  Priednieki/Latavia would appear if it would be woven in different ways.

Left as a simple band with 5 forward / 5 backward, in the middle as missing hole with 5 forward / 5 backward. Right the pebble weave with 14 tablets and a individual rythm.


Alle Bänder sind zwischen 1,0 und 1,2 cm breit und ensprechen der damaligen Mode... 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Das brettchengewebte Band von Altrier / LUX

Das brettchengewebte Band, das um  ca. 430  v. Chr. datiert ist (La Tène A), wurde bereits 1971 ausgegraben, aber erst mit dem Bericht in NESAT XII gibt es eine ausführlichere Beschreibung inklusive eines Bildes von dem Muster.

Ich muss gestehen, dass ich lange und ausfühlich auf das Bild gestarrt habe, aber alles, nur kein Muster erkannt hatte.
Erst als Sylvia Crumbach ihren ersten Entwurf veröffentlichte, ging mir ein Licht auf (ok, es war ein ganzer Kronleuchter) und ich sah das Muster.

Im Gegensatz zu Sylvia Crumbach sah ich es aber nicht als Köperborte mit ausglassenen Einzug, sondern hatte es als Sulawesi mit ausgelassenem Einzug entworfen (andere Anfangsstellung der Brettchen, anderer Drehrhythmus). Doch um es auszuprobieren hatte ich nur eine kurze Kette aufgezogen.

Es funktionierte und sogar die Punkte in der Mitte des Musters sind da - aber nur in jedem zweiten Motiv. Und die Struktur ist gut, aber sieht leider nicht so aus, wie auf der Abbildung.



Samstag, 9. Januar 2016

Ein Muster - verschiedene Techniken...


Nur zum Vergleich: links das Original, daneben die Rekonstruktion mit dem Muster in der korrekten Technik und mit dem korrekten Material, daneben eine weitere Borte mit dem Muster, der korrekten Technik, aber nur in zeitlich passendem Material.
Rechts. Das Muster in einem zeitlich passendem Material (natürlich gefärbte Wolle) aber einer ganz anderen Technik.

Es ist deine Entscheidung was du verwenden willst, nur finde ich, dass der Unterschied in der optischen Erscheinung viel größer ist, als viele zuerst denken.

Just to compare: left the find. Next to it the reconstruction with the pattern in the correct technique and the correct material (silk and spun gold for the brocading), next to it another band with the pattern and the correct technique but only with suitable material (silk and silk for the brocading).
The band on the right has the same pattern woven with a fitting material (natural dyed wool) but in a different technique.

It is your decission what you will use but in my opinion there is a much bigger difference in the visual appearance than quite a lot people think. 

Informationen zum goldbroschierten Band, seidenbroschierten Band, moderne Interpretation

Literatur: Archaeological Textiles Newsletter Nr. 47  
Kirill Mikhailov 'New finds of Viking Age textiles in Ukraine and Russia' 
Muster: eigener Entwurf