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Donnerstag, 1. Mai 2025

Eine einfache Borte aus Šilalė / Litauen

 

Dies ist ein Band, dass 2008 in einer Posterpräsentation vorgestellt wurde. Mit einer Abbildung und einer Musterzeichnung.

Es stammt aus Šilalė / Litauen (Požerė Grab 146 od 147)  und wird in das Mittelalter datiert. Es wird im Archiv des National Museums von Litauen aufbewahrt.

Leider habe ich keine weiteren Informationen zu diesem Band.

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Ein einfaches brettchengewebtes Band aus Dublin

Aus Dublin kennt man einige wikingerzeitliche Borten. Die bekannteste ist wohl die Borte mit den goldbroschierten Drachenköpfen.

Bei Ausgrabungen  an der Fishamble Street in Dublin wurden insgesamt 30 einfache brettchengewebte Borten aus Wolle gefunden. 

Sie wurden zwischen 960 und 980 datiert.

Die Borte NMI E172:10571 wurde im Original mit 12 Brettchen gewebt. Es wurde um ein grobes Köpergewebe geklappt und war insgesamt 33 mm breit.


 

Freitag, 1. Oktober 2021

Oseberg 12 L 1

 Hatte ich das Band vor einigen Jahren schon einmal gewebt, so muss ich es nun neu weben, da ich es 'verbraucht' habe.

Ich habe mich dieses Mal dafür entschieden, der Rekonstruktion von Bente Skogsaas aus dem Buch Oseberg zu folgen.

 


Samstag, 18. September 2021

Das brettchengewebte Band aus Jakštaičiai-Meškiai, Litauen


Im Nationalmuseum von Litauen gibt es über 100 Fragmente von brettchengwebten Borten, die zu ca. 50 unterschiedlichen Borten gehören. Datiert sind sie in von der Eisenzeit bis ins späte Mittelalter.

So ist dieses Band aus Jakštaičiai-Meškiai dem Frauengrab 60 eindeutig zugeordnet, aber datiert ist die Borte vom 9.-16. Jhd. Über das Grab selber habe ich nichts heraus finden können.


Sonntag, 10. Januar 2021

Ein brettchengewebte Borte, oder ein geflochtenes Band? Ein Fund aus Ägypten.

 

Es ist ein Band von einer Kindertunika, die in den Archiven der 'The Whietworth Gallery' in der Universität in Manchester/GB aufbewahrt wird. Die Tunika wird zwischen dem 6. und 9. Jhd. datiert und als Fundort ist Ägypten angegeben. Es gibt keine weiteren Informationen zu dem Fund.

Ein Bild davon findet man hier

Das Band selbst ist als 'gezwirntes' Band aus Wolle beschrieben worden und ist am Halsausschnitt der Tunika angenäht worden. Das Band ist am Ende geknotet worden und der Knoten wurde mitangenäht. Es gibt keine Information, dass das Band brettchengewebt sein könnte.

Aber wenn man ganz einfache brettchengewebte Borten webt, dann sieht es genauso aus wie dieses Band. 4 Brettchen und alle Brettchen werden kontinuierlich in die gleiche Richtung gedreht. Aber mit Fingerschlaufenweben kann man ein ähnliches Muster erzeugen.


 

Samstag, 12. Dezember 2020

Eine festliche Borte

 Eine festliche Borte

Zur Weihnachtsdekoration gehören bei mir brettchengewebte Borten. Meistens suche ich jedes Jahr ein oder zwei aus meinen Fundus, die ich verwende.

Da ich dieses Jahr mehr Zeit habe, habe ich eine Borte extra für meinen Adventskranz gewebt. Ich habe hier ein einfaches Muster gewählt (ok, mit historischem Bezug es erinnert an das Band aus Prag). Ich habe hier Glitzerfäden verarbeitet.

 

Samstag, 26. Januar 2019

Ein weiteres Band aus Antinoe/Ägypten

Danke an Micky Schoelzke, die mich vor einigen Wochen mit einem Blogeintrag auf dieses Band aufmerksam gemacht hat.

Es handelt sich hier um ein ganz einfaches Band mit einem Einzugsmuster, das ständig in eine Richtung gedreht wird.

Die Anleitung dazu findet man auch bei Micky.


Freitag, 27. Juli 2018

Die Borte aus dem Grab von Ketilstaðir, Island

Oder die Borte der 'Lady in Blue'

Ich weiß nicht, wie oft ich schon auf das Bild von der Website gestarrt habe.



Es handelt sich hier um die Anfangskante eines Stoffes, das am Gewichtswebstuhl gewebt wurde. Diese Kanten sind im Fundgut meistens einfach gehalten und oft zwischen 3 und 5 Brettchen breit.


Dienstag, 24. April 2018

Das Band aus Reykjasel i Jökuldal / Island

Manche Bänder muss ich mehrfach weben.

Dieses hier macht einfach Spaß, weil es ein Hingucker ist, der nicht zu schwer zu weben ist.

Broschierung auf Köpergrund hört sich sehr schwer an, aber hier geht es sehr gut, da der Schussfaden und der Broschierfaden identisch ist.

Material: Wolle gefärbt von Marled
Brettchen: 15
Schuss/Broschierfaden: Wolle
Breite: 1,3 cm 


Dienstag, 16. Mai 2017

Ein Muster verschiedene Techniken

Nachdem ich das Muster aus Priednieki/Lettland 11. Jhd gewebt habe, musste ich doch mal ausprobieren, wie es aussieht, wenn ich es in anderen Techniken webe:

Links Schnurbindung mit 8 Musterbrettchen, Drehrhytmus 5v5z, Mitte, Missing Hohle auch 5v5z, rechts das historische Muster als zweiloch Gewebe mit 14 Musterbrettchen, individuell gedreh.

I was curios how the early mediveal pattern from  Priednieki/Latavia would appear if it would be woven in different ways.

Left as a simple band with 5 forward / 5 backward, in the middle as missing hole with 5 forward / 5 backward. Right the pebble weave with 14 tablets and a individual rythm.


Alle Bänder sind zwischen 1,0 und 1,2 cm breit und ensprechen der damaligen Mode... 

Dienstag, 31. Januar 2017

Die Borten aus den Gaigovo Gräbern hier Gaigovo I

Ich möchte in diesem Post nur zeigen, dass es durchaus Gräber mit erstaunlich vielen Bortenfunden gibt.

Mal wieder Ladoga und mal wieder Gaigov I

Ich habe versucht, alle Borten aus dem Grab zu weben. Da es sich um ein Brandgrab handelt, ist nicht klar, wofür die Borten ursprünglich verwendet wurden. Einige waren an Stoffe genäht, doch bei den restlichen werden wir es wohl nie erfahren.


Sonntag, 25. Januar 2015

Dumm gelaufen....

Vor einiger Zeit war ich beim Handweavers Studio in London und habe mir diverse Sorten Wolle zugelegt.

Neben einer wunderbaren 'naturally-dyed worsted wool 18/2' auch eine 20/2 Merino-Wool, die wunderschöne Farben hatte und vernünftig gezwirnt schien.

Mit der ersten habe ich die schmale Oseberg-Borte gewebt und bin wunderbar damit klar gekommen.

Heute hatte ich mir ein einfaches kleines Muster erstellt (Gerüchten zufolge handelt es sich bei der Vorlage, die mich angelächelt hatte, um eine Rekonstruktion von Kaarina burial site grave 40 - aber das glaube ich erst, wenn ich das Original gesehen habe) und hatte mir drei Farben rausgesucht, um es zu weben.

Aufketten und anweben funktionierten auch wunderbar, aber schon nach kurzer Zeit wurde das Garn länger und länger und länger.
Ich hatte es mit Holzbrettchen aufgekettet, aber da es die leichten von Jens sind, sollte das Gewicht kein Problem sein.

Ich habe schon so manch ein anspruchsvolles Garn verarbeitet, aber ich hatte noch nie das Problem, dass alle Fäden gleichzeitig zickten. Hier hatte ich es.

So kam wie es kommen musste, und nach ca. 20 cm rissen 15 Fäden gleichzeitig und Besserung war nicht in Sicht. Ich bin zwar vieles, aber nicht so masochistisch veranlagt, dass ich mich da durchkämpfe, habe die Notbremse gezogen und kurzentschlossen die Borte abgeschnitten.


Inzwischen weiß ich, was das Problem war: Mangelnde Materialkenntnis.
Merinowolle ist zwar eine wunderschöne, flauschige Wolle, die hat aber meist kurzstapelige Wolle mit viel Crimp (Kräuselung)! Das bringt die Flauschigkeit in das Garn, hat aber den Nachteil, dass durch die kurze Faserlänge eigentlich sehr viel Drall vonnöten wäre.
Aber die Wolle, die ich gekauft hatte, hat nur 'normalen' Drall.

Schmeiße ich das Garn jetzt weg? Nein, ich werde es auch weiter als Kettfaden verwenden, ABER niemals mehr nur Merinowolle, sondern immer in Kombination mit anderer Wolle, so dass diese die Längung auffangen kann.

Das Muster werde ich demnächst noch einmal weben.
M
T
G
Y
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