Montag, 27. Juli 2020

Der Thorsberger Prachtmantel

Es gibt ja Projekte, wo man denkt 'das mache ich wenn ich viel Zeit und Ruhe habe', also wenn man in Rente ist.

Genau so ein Projekt ist es für mich, die Borten des Thorsberger Prachtmantels zu weben.

Aber jetzt hatte es sich ergeben, dass ich in Zeit und Ruhe habe und so hatte ich Marled Marder von Archöotechnik - textile Fläche angefragt, ob sie mir kurzfristig den Stoff für den Thorsberger Mantel weben könne.

Sie konnte:

Foto von Marled Mader

Foto von Marled Mader

Donnerstag, 16. Juli 2020

Goodbye Sylvia

Vor einem Jahr verlor eine gute Freundin ihren Kampf gegen den Krebs.

Sylvia Crumbach, aufgenommen 2018

Dienstag, 14. Juli 2020

Kleidungsupdate

Ich hatte vor kurzem doch noch die Möglichkeit, an einer winzig kleinen Veranstaltung in Oerlinghausen teilzunehmen und konnte dort meine Wikingerausstattung, die ich im letzten Winter ein wenig überarbeitet hatte, zeigen.
Es ist auf Birka, Grab 824 basiert, aber statt Gebamsel trage ich eine einfache Glasperlenkette (das kommt davon, wenn Frau die Hälfte zu Hause vergisst).
Nicht zu sehen, das Leinenunterkleid.
Darüber ein rotes Wollkleid, das eine kleine Schleppe hat. Hier ein runder Halsausschnitt, da ich keine Funde von der Kombination Schalenfibeln und schmale Fibel am Hals kenne.
Das Trägerkleid ist aus handgewebten blauen Diamantköper mit feinem Seidenbesatz und dünnen Seidenträgern (und ja, die Träger sind zu dünn, das muss ich ändern, aber dafür muss ich erst mal Seide finden.... )
Schultertuch: grüne Seide, mit dünner Wolle gefüttert und mit brettchengewebter Borte (nach Grab 824) verziert und hat noch eine weitere Borte, mit der das Tuch in die Schalenfibel eingehängt ist, aber das kann man hier nicht so gut erkennen. Gefüttert mit einem dünnen Wollstoff.
Kopfbedeckung: Seide, Schnitt nach Fund aus Dublin
Schalenfibeln: P51 aus Bronze.
Schuhe: nach einem Fund aus Haithabu.



Zu den Farben:
Kopfbedeckung: Indigofärbung
Schultertuch: Seide Doppelfärbung aus Reseda und Indigo, Wollfutter Reseda
Trägerkleid: Seidenbesatz: Waidfärbung. Der handgewebte Stoff ist industriell gefärbt, da das 2 Stück Stoff im Museum ganz anderem Licht ausgesetzt ist und nicht ausbleichen darf. Aber es hat Waidfärbungen als Vorbild. Wie z.B. den Mantel hier
Das Wollunterkleid entspricht einer einfachen, nicht zu kräftigen Krappfärbung.