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Samstag, 11. Oktober 2025

Baltische Motive

 

Mir macht es gerade unheimlichen Spaß ein schmales Band mit ganz vielen unterschiedlichen Motiven zu weben, die alle von neuzeitlichen Motiven aus dem Baltikum inspiriert sind. Deswegen arbeite ich auch mit 2 Fäden pro Brettchen.

 

Dienstag, 27. Mai 2025

Hall Tex 390 - eine weitere Borte aus Hallstatt

Im September 2024 wurde diese Borte aus der Bronzezeit (datiert ca. 1200 v.Chr.) erstmalig von  Kayleigh Saunderso vorgestellt und nach Ideen zur Rekonstruktion gefragt. 
Damals hatte ich die Vermutung, dass es als Kombination aus Brettchengewebe und Bandgewebe (was so gar nicht meine Baustelle ist) sein könnte. Hatte das aber nicht weiter verfolgt, da ich gerade ein anderes für mich spannendes Projekt auf dem Webstuhl hatte.

Als sie dann Anfang Mai noch einmal auf die Borte aufmerksam machte, sah ich plötzlich etwas ganz anderes. Etwas ganz einfaches.  Ein Brettchengewebe, das eine sehr einfache Kombination aus 2-Fäden pro Brettchen und 4 Fäden pro Brettchen ist. 


Mittwoch, 16. Oktober 2024

Oseberg inspiriert vom Fragment 2 des Osebergteppichs.

 

Ich beschäftige mich immer wieder einmal mit den Borten aus Oseberg.  Einfach weil die meisten nicht gut erhalten sind und man auf Sekundärquellen wie z.B. die Zeichnungen von Sofie Krafft aus dem Jahr 1904 zurückgreifen muss.
 
Dabei bin ich immer wieder erstaunt, wie gut man manchmal nur anhand der Zeichnung eine Technik identifizieren kann.
 
Hier habe ich spontan gesagt 'zwei Fäden pro Brettchen'.


Zeichnung von Sofie Kraft und das was ich gewebt habe.

Sonntag, 7. April 2024

 

Meine Borte, die von einer Zeichnung der Oseberg-Textilien von Sofie Krafft aus 1904 inspiriert wurde, ist fertig. Ich mag, wie das knallige weiße Leinengarn und die Krapprote Wolle miteinander harmonieren.
Das Muster ist von Randi Stoltz, ich habe ein wenig damit gespielt.
 
 


Donnerstag, 27. April 2023

Ein Band aus Priednieki, Lettland

Und manchmal schaut man schaut man sich die Borten an und stellt fest, dass man eine Borte noch mal weben möchte.

Hier ist es das Band aus Priednieke aus dem 11. Jhd.
Es handelt sich um eine Borte aus dem zweiten Gräberfeld, zweites Grab. Ein blauer Wollkaftan war auf der Brust mit dieser Borte verziert worden. Über die ursprünglichen Farben der Borte konnte ich leider nichts erfahren.

Ich hatte es schon einmal in gelb und rot gewebt, aber ich wollte eine andere Farbkombination ausprobieren, zumal ich es schon öfters hatte, dass Borten mit drei Farben gewebt wurden.

Es handelt sich um eine Borte aus dem zweiten Gräberfeld, zweites Grab. Ein blauer Wollkaftan war auf der Brust mit dieser Borte verziert worden. Über die ursprünglichen Farben der Borte konnte ich leider nichts erfahren.

 

Mittwoch, 22. März 2023

Ladoga Objekt Nr. I / 7

Wenn man schöne, dicke Wolle hat und etwas recht einfaches weben möchte, dann webt man Bänder noch einmal.

Zum Beispiel das Band aus Ladoga/Rus, das ins 10. - 12. Jhd. datiert wird.

Es wurde mit 13 Brettchen gewebt: an jeder Seite 3 Randbrettchen mit 4 Fäden, 7 Musterbrettchen mit 2 Fäden 

Sonntag, 27. Dezember 2020

Die Borte von der Thorsberg-Tunika

Die Tunika aus den Moorfunden in Thorsberg wird in die 1. Hälfte des 3. Jhd. n. Chr. datiert. Sie ist die einzige komplett erhaltene Tunika aus der Zeit. 

Zusätzlich zu einer Anfangskante, die mit 4 Brettchen gewebt wurde, gibt es auch noch eine Zierborte am Handgelenk. 

Einige Autoren sagen, dass diese mit 21 Brettchen gewebt wurde und 1,4 cm breit ist.
Meine Rekonstruktionsversuch ist mit 20 Brettchen gewebt worden.


Sonntag, 21. Juni 2020

Die Borte vom Thorsberg-Kittel



Manchmal ist das Ergebnis nicht so, wie man erhofft.

So hier. Die Struktur des Originals zeigt, dass es ein Zweilochgewebe sein muss, aber es ist so viel vom Original vergangen, dass man nicht mehr wirklich ein Muster erahnen kann.

Was man aber sieht, dass ich mit der einfarbigen Farbgebung wohl falsch liege.

Samstag, 6. Juni 2020

Zweilochgewebe



Nicht immer klappt es so, wie man es sich vorstellt.

So hier. Ich hatte angefangen, die Motive von 'Erich von Pommerns' Gürtel als Zweiloch zu weben, doch hier entwickelten nicht nur die Brettchen eine Eigenleben, sondern immer wieder riss ein Faden.

Desswegen hatte ich es nachdem ich einige Motive gewebt hatte, erst mal wieder vom Webstuhl genommen.

Und habe es dieses Jahr - wo ich mir fest vorgenommen habe, die Anzahl meiner UFOs zu halbieren - wieder auf den Webstuhl gepackt.

 

Samstag, 22. September 2018

Ein schmales Band für meine Birka-Ausstattung

Das Grab 824 aus Birka hat neben vielen brettchengewebteb Borten auch noch 'Gebamsel' wie Messer, Schere und einen Kamm als Beigabe gehabt.

Aber leider nicht eine einzige Kette, an dem das 'Gebamsel' hängen konnte. Leider gibt es unter den Schalenfibeln auch keine textile Reste, die eindeutig als Schnüre oder ähnliches für das 'Gebamsel' identifiziert werden können.
Da stellt sich dann auch die Frage, ob es sich bei diesen Gegenständen wirklich um Trachtbestandteile handelt, oder ob sie den Toten 'nur' im Grab mitgegeben wurden.

Ich habe mich dafür entschieden, sie als Trachtbestandteile zu sehen und ein schmales, brettchengewebtes Band zum Befestigen von Schere und Kamm zu verwenden.



Dienstag, 16. Mai 2017

Ein Muster verschiedene Techniken

Nachdem ich das Muster aus Priednieki/Lettland 11. Jhd gewebt habe, musste ich doch mal ausprobieren, wie es aussieht, wenn ich es in anderen Techniken webe:

Links Schnurbindung mit 8 Musterbrettchen, Drehrhytmus 5v5z, Mitte, Missing Hohle auch 5v5z, rechts das historische Muster als zweiloch Gewebe mit 14 Musterbrettchen, individuell gedreh.

I was curios how the early mediveal pattern from  Priednieki/Latavia would appear if it would be woven in different ways.

Left as a simple band with 5 forward / 5 backward, in the middle as missing hole with 5 forward / 5 backward. Right the pebble weave with 14 tablets and a individual rythm.


Alle Bänder sind zwischen 1,0 und 1,2 cm breit und ensprechen der damaligen Mode... 

Sonntag, 19. März 2017

Vögelchen / Birds

Es gibt sie, die Lieblingsmuster, die man immer wieder gerne webt. Bei mir sind es u.a. die Vögel aus dem Grab der hl. Bertille / Chelles aus dem 7. Jhd.

Ich hatte das Muster dieses Mal als 'Anschauungsobjekt' für einen Workshop beim Brettchenwebertreffen in Viersen aufgekettet. Nicht viel, nur einen guten Meter, doch damit mir nicht langweilig wurde, habe ich nach dem Kursus das Muster für mich ein wenig abgewandelt.


Dienstag, 31. Januar 2017

Die Borten aus den Gaigovo Gräbern hier Gaigovo I

Ich möchte in diesem Post nur zeigen, dass es durchaus Gräber mit erstaunlich vielen Bortenfunden gibt.

Mal wieder Ladoga und mal wieder Gaigov I

Ich habe versucht, alle Borten aus dem Grab zu weben. Da es sich um ein Brandgrab handelt, ist nicht klar, wofür die Borten ursprünglich verwendet wurden. Einige waren an Stoffe genäht, doch bei den restlichen werden wir es wohl nie erfahren.


Samstag, 7. Januar 2017

Textilien von der Gaigovo barrow group (Russia, Leningrad oblast)

Vielleicht besser bekannt als Funde aus Ladoga/Russland.

Hatte ich 2014 'nur' ein russisches Buch zur Hand, wo ich anhand der Bilder arbeitete, so informierte mich kurz vor Weihnachten eine Freundin, dass es in der Archaeological Textiles Review No. 58 einen weiteren Artikel zu dem Fund gab und reichte ihn mir weiter.

Eigentlich wollte ich im Urlaub an anderen Projekten weiter arbeiten, aber jetzt gab es dringenderes...

Ich war sehr überrascht, dass das Bortenfragment von Tafel 6 + 7 aus dem Buch von ein und dem selben Band stammten. Ich hatte Tafel 6 für ein Zweilochgewebe gehalten und gewebt, während ich 7 eher als ein Köperband eingeschätzt hatte.



Freitag, 30. September 2016

Die Ärmelborte aus Chelles

Brettchenweben ist mein Hobby. Ich webe immer die Muster, auf die ich gerade Lust habe und bin oft fast schon enttäuscht, wenn ich wieder ein Band fertig habe.

Deswegen passiert es immer wieder, dass ich meine Lieblingsmuster hin und wieder noch einmal webe.

So auch dieses Motiv, dass ich schon mehrfach gewebt habe, aber immer wieder neu davon fasziniert bin. Die historischen Informationen findet ihr hier

Es musste auch jetzt wieder schmal und fein sein 40/2er Seide, gefärbt mit Birke/Krapp und Cochenille von Marled

Samstag, 6. August 2016

Hochdorf - nochmal der Wandhaken 385

Und denkt Frau, dass sie alles beachtet hat und das historische Motiv eingefangen und gut nachgewebt hat, dann merkt sie beim Durchlesen der Beschreibung, dass sie nur das halbe Muster gewebt hat...

Denn in Hochdorf IV steht auf Seite 198 'zwei parallele Musterzonen'... und 'jede Musterzone besteht aus zwei gegenläufigen, sich verzahnenden Dreiecksreihen'.

Die Anleitung auf Seite 77 beinhaltet jedoch nur die einfache Musterzone.

Also nochmal aufketten, nochmal weben... und nachträglich feststellen, dass in der Mitte eigentlich auch noch Randbrettchen gehören... (das wird dann der dritte Versuch)


Sonntag, 31. Juli 2016

Hochdorf - die schmale Borte vom Wandhaken 385

Nachdem ich diese Borte bereits vor einigen Jahre gewebt hatte, wollte ich sie noch einmal in einfarbig weben, um mich dann an eine weitere einfarbige Borte vom Wandhaken 385 zu wagen.

Verwendet habe ich hier 20/2 pflanzengefärbtes Material und wie bei fast jedem Zweilochgewebe bin ich auch hier mit dem Material ein wenig zu dünn gewesen.


Sonntag, 19. Oktober 2014

Eric of Pomeranias Gürtel

Es ist einer der wenigen komplett erhaltenen Gürtel aus dem Mittelalter.
Der Gürtel wird aus dem 13. Jhd. datiert, die Beschläge aus dem 1. Drittel 15. Jhd.
Gesamtlänge des Gürtels: 178 cm
Breite des Gürtels: 3 cm
Technik: Flottierung überbroschiert 
Brettchen: 80+ 

It is a belt of the 13th century, but the metal is of the 15th century
length: 178 cm
width: 3 cm
technique: snartemo with brocading
tablets: 80 and more

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Donnerstag, 21. August 2014

Elisenhof E-417

So, ich denke, dass ich das Muster jetzt habe. Aber da mein Material nicht den historischen Vorgaben entspricht (die Kette besteht lt. Buch aus scharf gedrehten S-Zwirn) ist der 3-D Effeckt nicht so gut wie im Original... 




Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden mit dem Ergebniss, werde aber demnächst noch einen Versuch mit selbstgezwirnter Wolle starten.

Donnerstag, 7. August 2014

Elisenhof E-417

Da ich kurzfristig einen frühmittelalterlichen Termin habe, zu dem mir noch der passende Gürtel fehlt, musste ein Band her, das ich schnell und unkompliziert weben konnte...

Nachdem ich schon mit einer Replik der Gürtelschnalle des Grabes 231 aus Haithabu eine räumliche Eingrenzung gemacht hatte, entschied ich mich für das Band Elisenhof E-417

Davon gab es in 'Tablet Weaving' von Egon Hansen eine Musteranleitung und ich dachte, dass ich einfach nur so weben konnte... 

As I will have a early mediveal event and didn't own a suitable belt I had to find a pattern which I could weave rather fast.
With a replica of the belt buckle of the grave 231 in Haithabu I decided to do something 'Nordic' and as there had been not so far away the founds of 'Elisenhof' it would be a perfect fit.

Especially as there is in the book 'Tablet Weaving by Egon Hansen a pattern description so that I could simple weave it.