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Donnerstag, 2. April 2020

Was ganz modernes

Ja, das geht auch ;-)

Wenn man wegen Corona HomeOffice hat, und viel Freizeit, dann kommt Frau auf verrückte Ideen.

Eine davon war es, doch mal eine wirklich schicke und abgefahrene Gesichtsmaske zu nähen. Wenn ich schon mit einer Erkältung einkaufen gehe, dann nur mit einer ungewöhnlichen Maske.

Da kam es mir sehr gelegen, dass eine Freundin eine wirklich schöne Maske postete und mir netterweise auch das Schnittmuster gab.

Ich wusste auch sofort, welches Material ich verwenden würde:

Da war doch noch der Fehlkauf einer bedruckten Seide, die ich im historischen Kontext nicht verwenden kann. Man kann sie zwar nicht in die Kochwäsche stecken, aber sie hat nichts dagegen sehr heiß gebügelt zu werden und damit kann man auch desinfizieren. 

Die Borten kommen auch aus dem Fundus - sie sind aus Ladoga, das in der Nähe von St. Petersburg liegt.

Sonntag, 8. Juli 2018

Pimp my belt

Manchmal hat man Dinge, die schön sind, die aber noch verbessert werden können.

So geschehen mit meinem Gürtel, der mit dem Grundmuster des Gürtels von Philipp von Schwaben gewebt wurde.

Seide 61 Brettchen, 2,1 cm breit.

Er war toll, aber als Gürtel zu unauffällig, also habe ich ihn aufgemotzt.


Sonntag, 24. September 2017

Meine aktuelle Baustelle. Skandinavisches Frühmittelalter

Meine aktuelle Baustelle. Skandinavisches Frühmittelalter.
Dieses Mal 'inspiriert von Birka'.
Die Grundstruktur kommt aus dem Grab 824. Daher habe ich die Idee gehabt, das seidene Schultertuch mit Borten an die Schalenfibeln zu klemmen.

Schuhe: nach Fund aus Haithabu
Unterwäsche: Leinen
Unterkleid: Wolle, Rot, der Halsausschnitt ist mit einem kleinen Fürspan geschlossen, was man hier nicht sieht, ist die kleine Schleppe
Trägerkleid: Handgewebter Diamantköper (von Anne Lembke)mit feinem Seidenbesatz und dünnen Seidenträgern
Schultertuch: Seide mit Indigo und Reseda gefärbt von Anne Tomczyk, mit dünner Wolle gefüttert
Kopfbedeckung: Seide, Waidfärbung, Schnitt nach Fund aus Dublin
Das Schultertuch ist mit der brettchengeweben Borte aus Grab 824 verziert und hat noch eine weitere Borte, mit der das Tuch in die Schalenfibel eingehängt werden kann.
Kopfbedeckung: nach Dublin
Schalenfibeln: P51 aus Bronze.
Was noch verbessert werden muss:
Das Unterkleid sitzt nicht so, wie es soll, da darf keine Fibel sein.
Die Seide von der Kopfbedeckung, sie färbt ab.
Die Glasperlenkette muss gegen 'Gebamsel' Schere, Kamm, Messer ausgetausch werden.

Bild vom AFM, Oerlinghausen, bearbeitet von Chris Eule

Donnerstag, 10. August 2017

Wikingerzeitliche Kopfbedeckung aus Dublin

Nachdem ich vor einiger Zeit schon versucht habe die brettchengewebten Borten aus Birka zu analysieren aber nicht weit gekommen bin,  hatte ich mir das Buch 'Viking Age Headcovrings from Dublin' von Elizabeth Wincott Heckett ausgeliehen, um mehr zu lernen.

Nachdem ich einen Blick hinein geworfen hatte, habe ich es sofort bestellt. Es ist genau das Buch, das man braucht, um eine Kopfbedeckung zu rekonstruieren und um mehr über die feineren Textilien zu erfahren.

In dem Buch werden 68 Textilien analysiert, die in der Fishamble Street/John's Lane (datiert 10. und 11. Jhd) und in der High Street (datiert 11. und 12. Jhd) gefunden wurden.

Ich habe mich dafür entschieden, mich mit den 'Kappen' (die englische Bezeichnung cap kann man auch mit Mütze oder Haube übersetzen. Ich denke Kappe passt am ehesten) zu beschäftigen, die in der Fishamble Street gefunden wurden.
Insgesamt wurden 12 Kappen gefunden, 3 aus Seide und 9 aus Wolle.
Alle Kappen wurden nach demselben Muster gefertigt und unterschieden sich nur ein wenig in Länge und Breite.
Einen ähnlichen Fund gibt es auch aus York.

Erinnert ein wenig an eine mittelalterliche Bundhaube

Sonntag, 17. August 2014

Wikingerkleidung

Eigentlich habe ich mich bisher recht wenig für die Wikinger interessiert. Die haben zwar wirklich spannende Borten, aber ansonsten gab es kaum Berührungspunkte.

Aber dann habe ich mich für einen wikingerzeitlichen Termin Ende August entschieden und dafür wollte ich mir jetzt - natürlich in letzte Sekunde - ein Kleid nähen.

Nach erster Recheche entschied ich mich, dass ich mein einfaches Leinenunterkleid weiter verwenden werde, nur ein passendes Oberteil musste noch her.

Sonntag, 16. Februar 2014

Pad-Tasche


Da eine Freundin für ihr Pad keine Hülle fand die ihr gefiel, habe ich ihr zum Geburtstag eine genäht.

Die Vorgaben waren recht einfach: Türkis und es soll passen.

Da ich in meinen Stoffvorräten viel, aber kein Türkis habe, bin ich zu Karstadt gegangen und habe dort in der sehr großen Stoffabteilung gestöbert. Gefunden habe ich einen 'äh' Filz, wo ich gar nicht wissen will, aus was für Polyestertierchen er nun besteht. Dazu habe ich noch zwei Magnetknöpfe gekauft und einen Stück Seidenstoff, dass ich beim Krefelder Flachsmarkt am Stand vom 'Haus der Seidenkultur' erworben hatte, verwendet.
Als Vorlage zum Nähen hatte ich mein Pad, das in etwa die gleiche Größe hatte.

Schneller als gedacht, war ich fertig: 


Die Vorderseite. Man sieht, dass die Magnete gut halten. 

 
Die Magnete sind von innen nur angenäht, so dass das Pad nicht daran entlang schrabben kann. 

Die Rückseite mit der Seidendeko.

Und es hat ihr gefallen!