Freitag, 22. November 2019

Die Borte TX112a aus St. Truiden

Im 13. Jhd. sind viele Reliquien aus Köln nach St. Truiden weiter gegeben worden. Diese hatte man in wertvolle Textilien gehüllt.

Darunter waren viele brettchengewebte Borten, die alle in einem ähnlichen Stil gewebt waren.

Die Borte TX112a weicht ein wenig von den sonst üblichen geometrischen Motiven ab und hat exotischere Elemente.
 
 

Dienstag, 19. November 2019

Brettchenwebertreffen am 15.02.2020

Der nächste Termin ist Samstag, der 15.02.2020 von 09.30 - 18.00 h.

Zur Anmeldung geht es hier lang oder man schreibt mir eine Mail an info (at) aisling.biz





Wir brauchen keine Raummiete zu bezahlen, aber das Getränke- und Speiseangebot sollte schon genutzt werden. Der Eintritt ist gleichzeitig eine Flatrate für nichtalkoholische Getränke incl. Kaffee, die 7,90 Euro kostet.
Das Restaurant ist gut und preiswert http://www.unperfekthaus.de/restaurant/
Ich habe für uns den Raum 404(http://www.unperfekthaus.de/angebote/404/), reserviert, der für ca. 30 handarbeitenden Personen Platz bietet.

Ob der Raum bleibt, oder wir zwischendurch umziehen müssen, wird sich im Laufe der Monate ergeben.
Also am besten 1 oder 2 Tage vor der Veranstaltung noch mal hier rein schauen.


Was machen wir:
Weben, Bücher blättern, anderen über die Schulter schauen oder einfach nur Kaffee oder Tee trinken und über das Hobby erzählen.. 

Kurz einen entspannten, kreativen Tag erleben.

Bitte kommt in Kleidung des 20./21. Jhd. alles andere ist nicht erwünscht. Dankeschön. 

Samstag, 16. November 2019

Das elfte Brettchenwebertreffen in Essen

Heute war es wieder soweit.

Gut 20 Webbegeisterte haben sich zum Austausch, Inspiration und ganz viel Handarbeit im Unperfekthaus getroffen.

Ok, ich hatte vor lauter Quasseln so gut wie keine Zeit zum Weben gehabt, aber andere haben durchaus einiges geschafft.
Mit Gästen aus den Niederlanden und der Schweiz war es eine Gruppe, die erstaunlich weite Anfahrten auf sich genommen haben. Ich habe mich über jeden einzelnen Besucher gefreut.

Ich habe es mal wieder verpennt, von allen Arbeiten Bilder zu machen, aber einige habe ich doch eingefangen.

Samstag, 26. Oktober 2019

Eine Borte inspiriert von einem Musterband einer Schwertspitze aus Hallstatt

In Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg - Neue Erkenntnisse zur Brettchenwebtchnik in der Eisenzeit gibt es auf Seite 110 einige vergleichende Skizzen zu Mäandermotiven aus der keltischen Zeit.

Eine davon habe ich rausgesucht und zu einer brettchengewebten Borte entwickelt. Im Original ist es die Verzierung der Schwertscheide des Grabes 994 aus Hallstatt. Das Grab ist auf 400 - 300 v. Chr. datiert. 


Dienstag, 15. Oktober 2019

Bilder aus Museen und was für Hürden es bei der Veröffentlichung gibt.

For the English version please see further below. 


Es gibt diverse Beiträge auf meinem Blog/Homepage, wo ich die Rekonstruktion einer historischen Borte veröffentliche. In den Beiträgen veröffentliche ich oft auch ein Foto von der Originalborte. Meistens haben diese Bilder einem Rahmen, dort gebe ich an, aus welchem Museum die Borte ist und wer fotografiert hat.

Wenn dann jemand anders eine weitere Rekonstruktion genau dieser historischen Borte veröffentlicht, dann freue ich mich darüber, aber nicht, wenn er mein Bild von der Originalborte verwendet (oft ist dann der Rahmen mit den Ursprungsangaben ‚verschwunden‘). Derjenige hat nicht lange Freude an dem Bild, weil ich dagegen vorgehe und verlange, dass die Bilder gelöscht werden. Wer stur ist, macht dann auch schon mal Bekanntschaft mit meinem Rechtsanwalt.

Dienstag, 8. Oktober 2019

Borte nach einem Mazedonischen Frauengürtel aus dem 19. Jhd.

Im letzten Winter habe ich mir im Textilmuseum Krefeld die Ausstellung "Tracht oder Mode" - Die europäische Sammlung Paul Prött ansehen können.

Die Ausstellung hat mir gut gefallen, allerdings gab es keine Borten zu sehen. Als ich mir aber später den Ausstellungskatalog angesehen habe, fielen mir dort einige Borten auf. 

Und als ich jetzt eine Borte 'mal eben' weben wollte, habe ich eine davon nachgewebt:


Ja, es handelt sich um einen 'laufenden Hund'

Sonntag, 29. September 2019

Ein Besuch im Naturhistorischen Museum in Wien

Es war mal wieder soweit - der Besuch einer fremden Stadt und damit verbunden das Abklappern diverser Museen, in der Hoffnung, brettchengewebte Borten in der Ausstellung zu sehen.

In Wien war ich 2016 schon einmal erfolgreich, als ich die Borten aus dem Krönungsschatz fotografieren konnte.

Dieses Mal wollte ich die Borten aus Hallstatt *erwischen*.

Das NHM ist beeindruckend. Nicht nur das Gebäude, sondern auch die Einrichtung incl. der alten Vitrinen stehen unter Denkmalschutz.
Und genau das macht auch den Reiz der Ausstellung aus, man hat sehr sensibel die ‚neuen Medien‘ eingebaut, ohne die Ausstrahlung der alten Vitrinen kaputt zu machen.

Sonntag, 22. September 2019

Ein brettchengewebtes Band aus Dürrnberg

Als vor einigen Jahren Lise Raeder Knudson und Karina Grömer den Artikel 'Discovery of a New Tablet Weaving Technique from the Iron Age'  In: Archaeological Textiles Review No.54 veröffentlichten, war ich von der Borte fasziniert. Doch trotz einer ausführlichen Beschreibung in dem Artikel Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg - Neue Erkenntnisse zur Brettchenwebtchnik in der Eisenzeit   aus dem JAHRBUCH DES RÖMISCH-GERMANISCHEN ZENTRALMUSEUMS MAINZ 56. Jahrgang 2009 habe ich es damals nicht geschafft, eine Borte zu weben, die auch nur annährend dem historischen Vorbild ähnelten.

Das Band selbst wird in das frühe 3. Jhd. v. Chr. datiert und ist damit der LaTéne B Zeit zugeordnet. 

Inzwischen hat es geklappt.



Montag, 16. September 2019

Tuchmarkt in Lindlar

Letztes Wochenende habe ich meine brettchengewebte Borten beim Tuchmarkt im Freilichtmuseum Lindlar gezeigt.
Ich hatte schon länger damit geliebäugelt, etwas zu machen, wo ich nicht nur die historischen Borten zeigen kann, aber viele der Konzepte von 'Handwerkermärkten' und ähnlichem passen nicht zu dem, was ich mache.
Aber der Tuchmarkt hörte sich vielversprechend an.

Und so habe ich mich Anfang des Jahres dazu angemeldet.

Es war zwar ein wenig schwierig, dem Veranstalter klar zu machen, dass ich wirklich nicht verkaufe, sondern nur zeigen will, weil das scheinbar keiner sonst macht, aber nach einem Telefonat war dann alles klar.

Und letztes Wochenende war es dann soweit. Ein wenig angespannt war ich schon, denn ich war alleine, ohne Begleitung an meinem Stand.
Was, wenn ich zur Toilette musste, wie sollte ich das machen? Ich hatte schon mal eine große Decke eingepackt, um meine Arbeit abdecken zu können.

Aber es kam ganz anders.


Samstag, 31. August 2019

Das archäologische Museum in Frankfurt

Letztes Wochenende waren wir zum Museumsuferfest in Frankfurt.

Rein zufälligerweise gab es im archäologischem Museum eine Ausstellung zum Thema 'Die Kelten an der Donau' und einige Darsteller, die ich gut kannte, waren da.