Samstag, 31. Juli 2021

Umgarnen, der Tuchmarkt im Freilichtmuseum Hagen.

Letztes Wochenende war der Tuchmarkt in im Freilichtmuseum Hagen.

Ich fand es ein wenig schwierig dort hin zu fahren, da doch ein Großteil des Ortes wegen Hochwasser mehr als nur die Keller vollstehen gehabt hatte und es in Hagen noch deutlicht zu sehen war.

Aber es ging. Das Museum war auch betroffen, hatte aber schon sehr viel aufräumen können. Die Besucher haben alle positiv darauf reagiert, dass eine Veranstaltung war, einige erwähnten, dass sie Ablenkung suchten, weil die meiste Arbeit getan war und sie auf das Trocknen der Wohnung warteten.

Die Veranstaltung selber war eher klein und über das ganze Gelände verteilt, Andrea und ich waren mit zwei weiteren Ständen auf dem kleinen Platz in der Baugruppe D.

Wir selber standen - wie konnte es anders sein - neben einem Fachwerkhaus.


Man sieht, es war eine moderne Veranstaltung, und wir konnten alles zeigen ;-) 

Freitag, 18. Juni 2021

Ein Wochenende in Nienover Teil 2

 Das Wetter war tagsüber schön und Abends verregnet, und sehr nass.

Donnerstag, 10. Juni 2021

Ein Wochenende in Nienover Teil 1

Ein Wochenende in Nienover. Keine Woche vorher dachten wir noch, dass wir coronabedingt absagen müssten. Aber Freitag abends war dann klar, dass wir am nächsten Donnerstag doch anreisen durften. So packten Gaby, Philipp, Claudia und ich kurzentschlossen unsere Sachen.
Deswegen gab es kein größeres Projekt, was wir machen wollten, sondern wir haben uns getroffen, gebastelt, Handarbeit gemacht, lecker gekocht und den wenigen Besuchern, die da waren viele Fragen beantwortet.
Und wir hatten viel Spaß gehabt!
 
 

Sonntag, 23. Mai 2021

Update zum Thorsberge Prachtmantel

 

Nach langer Zeit mal wieder eine Update vom Thorsberger Mantel. Die Fransen sind größtenteils fertig. Endlich... Achtfachflechtung ist zeitintensiv.
Ich muss jetzt noch an einer Seite eine schmale rote Borte anweben und dann die letzten Fäden von der Seite verflechten, dann bin ich fertig. 
 


 
 

Freitag, 23. April 2021

Die Rekonstruktion einer Borte – wie funktioniert das?

Eigentlich ganz einfach. Man schaut sich eine Borte an und anhand der Vorlage zählt man das Muster aus und webt es nach.
 
Nur meistens ist es nicht so einfach. Die Borten sind nicht immer in einem Zustand, dass man alles einwandfrei erkennen kann. Und oft kann man nur raten und man muss sich im Laufe der Rekonstruktion korrigieren.

Wichtig ist, dass man Brettchenweben kann, gerne mit unterschiedlichen Techniken experimentiert und schon mal das eine oder andere Muster selbst entworfen hat. Man sollte also schon wissen, wie eine Köperborte aussieht, und wie eine zweiloch, oder dreiloch Borte.
 
Wenn ich ein Muster rekonstruieren will, schaue ich mir Borte an. Als erstes zähle ich aus, mit wie vielen Brettchen sie gewebt wurde. Funktioniert aber nicht immer, wenn das Bild unscharf/klein ist, dann kann man nicht immer die Stränge erkennen.
Aber eine erste Einschätzung ist möglich.
 
Dann versuche ich, anhand des Musters eine Technik zu bestimmen. Einige Techniken, wie die Köpertechnik, sind recht einfach, aber es ist schon schwieriger zu erkennen, ob man eine Borte, die mit 4 Fäden, 3 Fäden oder 2 Fäden pro Brettchen vor sich hat, da muss man oft auch vergleichen, ob der Rand anders aussieht, um etwas zu erkennen.
 
Und mit dem Wissen um Brettchenanzahl, Technik und dem Motiv auf der Borte versuche ich ein Muster zu entwickeln, das dem Fund so nahe wie möglich kommt.


Sonntag, 4. April 2021

Eine persische/iranische Borte

Manchmal ahnt Frau nichts Böses, surft ein wenig bei Facebook und dann landet sie hier.  Eine Seite wo relativ moderne Bänder im traditionellen Stil gezeigt werden.

Die Bänder sind größtenteils zwischen 1900 und 1950 gewebt worden. Einige sind brettchengewebt, die anderen sind mit unterschiedlichen Techniken gewebt worden.

Ich habe mich hier einfach von den Farben und Motiven inspirieren lassen und etwas in dem Stil gewebt. 


Sonntag, 28. Februar 2021

Endlich mal die 'neue' Ausstattung ausführen

 

Wenn man den Göga überzeugt bekommt, doch mal einige Fotos von der 'neuen' schon seit einem Jahr ungetragenen Ausstattung zu machen... 

Inzwischen hat der Chiton Lagerfalten. Und wegen der Temperatur habe ich dann doch eine Tunika drunter angezogen. War aber absolut nicht notwendig. Der Wollstoff ist so warm, das ist nichts für den Sommer. (Deails zum Stoff kann ich nicht geben, er wurde von Sylvia Crumbach genäht und verkauft. Als die Besitzerin sich wegen Hobbyaufgabe davon trennte, habe ich den Zuschlag bekommen)
 

 

Sonntag, 14. Februar 2021

Ein broschiertes Band aus Breslau 12/13. Jhd.

Es gibt Bänder, über die ich fast gar nichts weiß, und wo ich mir auch nicht sicher bin, ob die Rekonstruktionen 'passen'.

So auch das Band aus Breslau, das ich vor einigen Jahren angefangen habe zu weben.

Ich hatte als Vorlage nur eine schwarz/weiß Kopie, wo noch nicht mal zu erkennen ist, mit wie vielen Brettchen das Muster gewebt wurde. Nur, dass das Muster broschiert wurde.

Und so habe ich mich hingesetzt und das Muster nachgearbeitet.  Ich habe aber keine Ahnung, ob das so stimmt. 


Samstag, 30. Januar 2021

Schon wieder die Borte vom Kinderkleid aus Ägypten

Als ich von Marled gefragt wurde, ob ich ein dünnes Garn (58/3) zum Brettchenweben ausprobieren möchte, habe ich natürlich sofort ja gesagt.
Ich suche ja selbst immer nach sehr dünnen Garnen, um die historischen Bortenbreiten zu erreichen.

Ich habe dafür die Borte von dem Kinderkleid aus Ägypten aufgekettet, weil es ein recht einfaches Muster ist, wo ich 29 Brettchen benötige und mich nicht ärgere, wenn das Garn nichts taugen sollte.

Die Vorsichtsmaßnahmen brauchte ich nicht. Das Garn taugt. Es ist einfach nur toll zu verarbeiten.
Aber nach dem ersten Test habe ich das Band erst mal in meine UFO-Kiste gelegt und jetzt wieder raus geholt und fertig gewebt.

Die Bortenbreite entspricht den historischen Abmessungen. 

Mehr Informationen zur Borte findet ihr hier

 

Sonntag, 10. Januar 2021

Ein brettchengewebte Borte, oder ein geflochtenes Band? Ein Fund aus Ägypten.

 

Es ist ein Band von einer Kindertunika, die in den Archiven der 'The Whietworth Gallery' in der Universität in Manchester/GB aufbewahrt wird. Die Tunika wird zwischen dem 6. und 9. Jhd. datiert und als Fundort ist Ägypten angegeben. Es gibt keine weiteren Informationen zu dem Fund.

Ein Bild davon findet man hier

Das Band selbst ist als 'gezwirntes' Band aus Wolle beschrieben worden und ist am Halsausschnitt der Tunika angenäht worden. Das Band ist am Ende geknotet worden und der Knoten wurde mitangenäht. Es gibt keine Information, dass das Band brettchengewebt sein könnte.

Aber wenn man ganz einfache brettchengewebte Borten webt, dann sieht es genauso aus wie dieses Band. 4 Brettchen und alle Brettchen werden kontinuierlich in die gleiche Richtung gedreht. Aber mit Fingerschlaufenweben kann man ein ähnliches Muster erzeugen.


 

Sonntag, 27. Dezember 2020

Die Borte von der Thorsberg-Tunika

Die Tunika aus den Moorfunden in Thorsberg wird in die 1. Hälfte des 3. Jhd. n. Chr. datiert. Sie ist die einzige komplett erhaltene Tunika aus der Zeit. 

Zusätzlich zu einer Anfangskante, die mit 4 Brettchen gewebt wurde, gibt es auch noch eine Zierborte am Handgelenk. 

Einige Autoren sagen, dass diese mit 21 Brettchen gewebt wurde und 1,4 cm breit ist.
Meine Rekonstruktionsversuch ist mit 20 Brettchen gewebt worden.


Samstag, 26. Dezember 2020

Der Stern

Vor unzähligen Jahren habe ich den Sechseckstern aus Ottfried Staudigels Buch 'Der Zauber des Brettchenwebens' einmal in Seide gewebt.

Da ich ihn damals verschenkt hatte, stand er schon lange auf meiner 'to weave' - Liste.

Und jetzt, kurz vor Weihnachten, war es soweit. 

Ich habe mich für weiß, grün und rot entschieden, damit es festlich wirkt.


Samstag, 12. Dezember 2020

Eine festliche Borte

 Eine festliche Borte

Zur Weihnachtsdekoration gehören bei mir brettchengewebte Borten. Meistens suche ich jedes Jahr ein oder zwei aus meinen Fundus, die ich verwende.

Da ich dieses Jahr mehr Zeit habe, habe ich eine Borte extra für meinen Adventskranz gewebt. Ich habe hier ein einfaches Muster gewählt (ok, mit historischem Bezug es erinnert an das Band aus Prag). Ich habe hier Glitzerfäden verarbeitet.

 

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Brettchengewebe zu römischer Zeit

 

Kamm nach einem Fund aus Xanten, Brettchen generisch

Brettchengewebte Bänder zu römischer Zeit

 

Wenn man anfängt, sich mit den Funden zu beschäftigen, dann findet man erst mal nichts. Danach stößt man zuerst auf germanische Funde und wenn man ganz tief gräbt, dann gibt es auch einige ganz wenige Borten die man als 'römisch' bezeichnen kann. Aber sie sehen ein wenig anders aus, als erwartet. 

Sonntag, 1. November 2020

Eine bunte Köperborte im Stil von Arlon

Seit ich das Buch 'Lilienhain II' von Claudia Wollny in den Händen hielt, wollte ich ein Band mit diesen Vorlagen weben.

Nur welche Farben? Ich habe lange überlegt und mich dann für ein Farbverlauf entschieden, wofür ich NM 11 Seide verwendet haben. Das Ergebnis gefällt mir sehr.