Samstag, 28. Dezember 2019

Das Band TX 79 aus St. Truiden

Der Reliquienschatz aus St. Truiden, der zwischen 1270 und 1272 von Köln nach St. Truiden kam, hat viele sehr ähnliche brettchengewebte Borte.

Das Band TX79 ist typisch dafür.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Das Band aus Grab C 395 aus Antinoè

Manche Bänder veröffentliche ich nur hier im Blog und noch nicht auf der Homepage, weil ich mit dem Rekonstruktionsversuch noch nicht zufrieden bin und noch weiter dran arbeiten muss.

Dies hier ist eins davon.


Montag, 16. Dezember 2019

Ein Spinnwirtel aus Antinoè

Der Spinnwirtel liegt Louvre in Paris in der Abteilung der Textilien aus Ägypten. Eigentlich wollte ich 'nur' die brettchengewebte Borte direkt daneben fotografieren, aber dann fiel mir dieser Schatz auf.

Einige Bücher aus der Fernleihe bestellt und in dem Buch 'Maximilien Durand, Egypte, la trame de l'Histoire : Textiles pharaoniques, coptes et islamiques' bin ich fündig geworden.

Jorgen Knochenschnitzer hat dann für mich die Spindel gefertigt.

Sie ist ein absoluter Traum und läuft fantastisch. Ein Schritt mehr, um wirklich hauchfeines Garn zu spinnen. Muss nur noch die Zeit dafür haben...

A spindle from finds from Antinoè (3rd to 7th century) (material: antler) on display in the Louvre/Paris. Yes you can spin very fine. I have to make the time.
Work by Jorgen Knochenschnitzer

Freitag, 22. November 2019

Die Borte TX112a aus St. Truiden

Im 13. Jhd. sind viele Reliquien aus Köln nach St. Truiden weiter gegeben worden. Diese hatte man in wertvolle Textilien gehüllt.

Darunter waren viele brettchengewebte Borten, die alle in einem ähnlichen Stil gewebt waren.

Die Borte TX112a weicht ein wenig von den sonst üblichen geometrischen Motiven ab und hat exotischere Elemente.
 
 

Dienstag, 19. November 2019

Brettchenwebertreffen am 15.02.2020

Der nächste Termin ist Samstag, der 15.02.2020 von 09.30 - 18.00 h.

Zur Anmeldung geht es hier lang oder man schreibt mir eine Mail an info (at) aisling.biz





Wir brauchen keine Raummiete zu bezahlen, aber das Getränke- und Speiseangebot sollte schon genutzt werden. Der Eintritt ist gleichzeitig eine Flatrate für nichtalkoholische Getränke incl. Kaffee, die 7,90 Euro kostet.
Das Restaurant ist gut und preiswert http://www.unperfekthaus.de/restaurant/
Ich habe für uns den Raum 404(http://www.unperfekthaus.de/angebote/404/), reserviert, der für ca. 30 handarbeitenden Personen Platz bietet.

Ob der Raum bleibt, oder wir zwischendurch umziehen müssen, wird sich im Laufe der Monate ergeben.
Also am besten 1 oder 2 Tage vor der Veranstaltung noch mal hier rein schauen.


Was machen wir:
Weben, Bücher blättern, anderen über die Schulter schauen oder einfach nur Kaffee oder Tee trinken und über das Hobby erzählen.. 

Kurz einen entspannten, kreativen Tag erleben.

Bitte kommt in Kleidung des 20./21. Jhd. alles andere ist nicht erwünscht. Dankeschön. 

Samstag, 16. November 2019

Das elfte Brettchenwebertreffen in Essen

Heute war es wieder soweit.

Gut 20 Webbegeisterte haben sich zum Austausch, Inspiration und ganz viel Handarbeit im Unperfekthaus getroffen.

Ok, ich hatte vor lauter Quasseln so gut wie keine Zeit zum Weben gehabt, aber andere haben durchaus einiges geschafft.
Mit Gästen aus den Niederlanden und der Schweiz war es eine Gruppe, die erstaunlich weite Anfahrten auf sich genommen haben. Ich habe mich über jeden einzelnen Besucher gefreut.

Ich habe es mal wieder verpennt, von allen Arbeiten Bilder zu machen, aber einige habe ich doch eingefangen.

Samstag, 26. Oktober 2019

Eine Borte inspiriert von einem Musterband einer Schwertspitze aus Hallstatt

In Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg - Neue Erkenntnisse zur Brettchenwebtchnik in der Eisenzeit gibt es auf Seite 110 einige vergleichende Skizzen zu Mäandermotiven aus der keltischen Zeit.

Eine davon habe ich rausgesucht und zu einer brettchengewebten Borte entwickelt. Im Original ist es die Verzierung der Schwertscheide des Grabes 994 aus Hallstatt. Das Grab ist auf 400 - 300 v. Chr. datiert. 


Dienstag, 15. Oktober 2019

Bilder aus Museen und was für Hürden es bei der Veröffentlichung gibt.

For the English version please see further below. 


Es gibt diverse Beiträge auf meinem Blog/Homepage, wo ich die Rekonstruktion einer historischen Borte veröffentliche. In den Beiträgen veröffentliche ich oft auch ein Foto von der Originalborte. Meistens haben diese Bilder einem Rahmen, dort gebe ich an, aus welchem Museum die Borte ist und wer fotografiert hat.

Wenn dann jemand anders eine weitere Rekonstruktion genau dieser historischen Borte veröffentlicht, dann freue ich mich darüber, aber nicht, wenn er mein Bild von der Originalborte verwendet (oft ist dann der Rahmen mit den Ursprungsangaben ‚verschwunden‘). Derjenige hat nicht lange Freude an dem Bild, weil ich dagegen vorgehe und verlange, dass die Bilder gelöscht werden. Wer stur ist, macht dann auch schon mal Bekanntschaft mit meinem Rechtsanwalt.

Dienstag, 8. Oktober 2019

Borte nach einem Mazedonischen Frauengürtel aus dem 19. Jhd.

Im letzten Winter habe ich mir im Textilmuseum Krefeld die Ausstellung "Tracht oder Mode" - Die europäische Sammlung Paul Prött ansehen können.

Die Ausstellung hat mir gut gefallen, allerdings gab es keine Borten zu sehen. Als ich mir aber später den Ausstellungskatalog angesehen habe, fielen mir dort einige Borten auf. 

Und als ich jetzt eine Borte 'mal eben' weben wollte, habe ich eine davon nachgewebt:


Ja, es handelt sich um einen 'laufenden Hund'

Sonntag, 29. September 2019

Ein Besuch im Naturhistorischen Museum in Wien

Es war mal wieder soweit - der Besuch einer fremden Stadt und damit verbunden das Abklappern diverser Museen, in der Hoffnung, brettchengewebte Borten in der Ausstellung zu sehen.

In Wien war ich 2016 schon einmal erfolgreich, als ich die Borten aus dem Krönungsschatz fotografieren konnte.

Dieses Mal wollte ich die Borten aus Hallstatt *erwischen*.

Das NHM ist beeindruckend. Nicht nur das Gebäude, sondern auch die Einrichtung incl. der alten Vitrinen stehen unter Denkmalschutz.
Und genau das macht auch den Reiz der Ausstellung aus, man hat sehr sensibel die ‚neuen Medien‘ eingebaut, ohne die Ausstrahlung der alten Vitrinen kaputt zu machen.