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Donnerstag, 11. Juli 2024

Rekonstruktion einer historischen Borte - wie funktioniert das

Wie erarbeite ich mir eine Rekonstruktion? Oft schaue ich mir den Fund an und ich habe eine Idee, wie ich es machen kann. Besonders bei 'schwierigeren' Rekonstruktionen kann es oft eine längere Zeit dauern, bis ich das richtige Motiv und die richtige Technik entwickelt habe.

Hier zeige ich die Entwicklung anhand einer Borte aus Oseberg:

Ich kenne den Fund und die Bilder schon länger, u.a. gibt es Abbildungen davon im Buch Arne Emil Christensen, Margareta Nockert und Universitetet i Oslo, Osebergfunnet: Bind IV, Tekstilene, 2006. Ich hatte aber immer ein anders Projekt in der Planung, so dass ich nicht dazu kam, mich ausführlich damit zu beschäftigen.

Erneut darauf aufmerksam wurde ich durch einen Rekonstruktionsversuch im Januar 2023, wo ich gedacht habe, nein, so ist es nicht gewesen.

Und das motivierte mich dann doch, Zettel und Stift zu nehmen und einen ersten Entwurf zu zeichnen.


Mittwoch, 23. April 2014

Kalkulation zur Rekonstruktion einer brettchengewebten Borte



Herauszufinden, dass es das Band gibt, wenn man bei Freunden in Büchern blättert (Sabine Schrenk, "Fundort Schrein - Der Textilfund aus St. Severin in Köln", Textilien in der Archäologie, Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 22, 2011), war einfach unbezahlbar.
Das Buch zu besorgen kostete mich 21,00 Euro + Porto und 1,5 Wochen Wartezeit, bis es geliefert wurde.
Anhand des Bildes machte ich einen ersten Musterentwurf. Das dauerte 2 Stunden, dabei stelle ich fest, dass trotz Einscannen die Bildqualität nicht gut genug ist, um die Fäden zu zählen, damit man die genaue Brettchenanzahl bestimmen kann.