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Sonntag, 10. August 2025

Tablet woven bands from Egypt

Da mein Verlag leider Gottes zugestimmt hat, dass mein Buch auch auf s/w veröffentlicht wird, habe ich keinen Einfluss darauf, wo welche Version veröffentlicht wird.

Aber damit die Borten in dem Buch auch in Farbe angeschaut werden können, habe ich auf meiner Homepage einen eigenen Bereich geschaffen, wo ich die Borten neu fotografiert habe. 

Ich habe jetzt mit den einfachen Einzugsmustern angefangen, mehr folgt.  

Alle weiteren Informationen zu den Borten incl. Musteranleitung findet man dann im Buch. Und wenn es Probleme mit der Farberkennung gibt, dann helfe ich gerne. 

Hier ist der Link 

Unfortunately, my publisher has agreed to publish my book in black and white, so I have no influence over where which version is published.

However, to ensure that the bands in the book can also be viewed in colour, I have created a separate section on my website where I have re-photographed the bands. 

I have now started with the simple threaded in patterns, more to follow.

 
All further information about the bands, including pattern instructions, can be found in the book. And if there are any problems with colour recognition, I am happy to help.



Mittwoch, 21. Mai 2025

Update Musteranleitungen

 

Zu den meisten Musteranleitungen, die ich veröffentliche, schreibe ich ja Beiträge in meinem Blog oder auf meiner Homepage, um zusätzliche Informationen zu der Borte zu veröffentlichen.

Aber zu den Anleitungen, die ich verkaufe, gibt es nur bei den Anleitungen den Hinweis, dass es diese Anleitungen gibt.  Und da das so versteckt ist, wurde ich gebeten, es etwas öffentlicher zu machen.

Mach ich doch gerne.

Freitag, 21. März 2025

Das Band aus der Ny Carlsberg Glyptotek in Copenhagen, Dänemark

 Es handelt sich hier um eine ägpytische Borte, das zeitlich einmal ins 7.-8. Jhd oder ins 14. - 15. Jhd datiert wird (ich bin voreingenommen und tendiere zum 7. - 8. Jhd)

 Die Rekonstruktion und Musteranleitung findet man in dem Buch Tablet Weaving in Theory and Practice - Egyptian Zigzags by Catherine Weaver.
(ich kenne das Band schon länger, aber ich hatte keine Bilder, die eine Rekonstruktion zulassen).

Ich habe nur entschieden, dass ich es abweichend zu Ihrer Rekonstruktion als Missed Hole webe.

Sonntag, 24. März 2024

'Tablet woven Bands from Egypt' - Das Buch

 Vielleicht hat es der eine oder andere schon mitbekommen: ich habe ein Buch geschrieben. 

Über brettchengewebte Borten aus der byzantinischen Zeit in Ägypten. Sie gehören zu den sog. koptischen Textilien.


In Deutschland ist es bei Amazon oder dem Buchhändler deines Vertrauens erhältlich. Kostenpunkt: 57,00 Euro.
Ist viel Geld, ich weiß. Ihr bekommt dafür 160 Seiten voll mit Musteranleitungen, die es größtenteils so nicht gibt, da die Borten eine ganz andere Formensprache haben. Insgesamt habe ich hier 62 Muster rekonstruiert.

International ist das Buch günstiger, dann ist der Druck aber nur in schwarz-weiß.

Freitag, 23. April 2021

Die Rekonstruktion einer Borte – wie funktioniert das?

Eigentlich ganz einfach. Man schaut sich eine Borte an und anhand der Vorlage zählt man das Muster aus und webt es nach.
 
Nur meistens ist es nicht so einfach. Die Borten sind nicht immer in einem Zustand, dass man alles einwandfrei erkennen kann. Und oft kann man nur raten und man muss sich im Laufe der Rekonstruktion korrigieren.

Wichtig ist, dass man Brettchenweben kann, gerne mit unterschiedlichen Techniken experimentiert und schon mal das eine oder andere Muster selbst entworfen hat. Man sollte also schon wissen, wie eine Köperborte aussieht, und wie eine zweiloch, oder dreiloch Borte.
 
Wenn ich ein Muster rekonstruieren will, schaue ich mir Borte an. Als erstes zähle ich aus, mit wie vielen Brettchen sie gewebt wurde. Funktioniert aber nicht immer, wenn das Bild unscharf/klein ist, dann kann man nicht immer die Stränge erkennen.
Aber eine erste Einschätzung ist möglich.
 
Dann versuche ich, anhand des Musters eine Technik zu bestimmen. Einige Techniken, wie die Köpertechnik, sind recht einfach, aber es ist schon schwieriger zu erkennen, ob man eine Borte, die mit 4 Fäden, 3 Fäden oder 2 Fäden pro Brettchen vor sich hat, da muss man oft auch vergleichen, ob der Rand anders aussieht, um etwas zu erkennen.
 
Und mit dem Wissen um Brettchenanzahl, Technik und dem Motiv auf der Borte versuche ich ein Muster zu entwickeln, das dem Fund so nahe wie möglich kommt.


Samstag, 30. Januar 2021

Schon wieder die Borte vom Kinderkleid aus Ägypten

Als ich von Marled gefragt wurde, ob ich ein dünnes Garn (58/3) zum Brettchenweben ausprobieren möchte, habe ich natürlich sofort ja gesagt.
Ich suche ja selbst immer nach sehr dünnen Garnen, um die historischen Bortenbreiten zu erreichen.

Ich habe dafür die Borte von dem Kinderkleid aus Ägypten aufgekettet, weil es ein recht einfaches Muster ist, wo ich 29 Brettchen benötige und mich nicht ärgere, wenn das Garn nichts taugen sollte.

Die Vorsichtsmaßnahmen brauchte ich nicht. Das Garn taugt. Es ist einfach nur toll zu verarbeiten.
Aber nach dem ersten Test habe ich das Band erst mal in meine UFO-Kiste gelegt und jetzt wieder raus geholt und fertig gewebt.

Die Bortenbreite entspricht den historischen Abmessungen. 

Mehr Informationen zur Borte findet ihr hier

 

Sonntag, 10. Januar 2021

Ein brettchengewebte Borte, oder ein geflochtenes Band? Ein Fund aus Ägypten.

 

Es ist ein Band von einer Kindertunika, die in den Archiven der 'The Whietworth Gallery' in der Universität in Manchester/GB aufbewahrt wird. Die Tunika wird zwischen dem 6. und 9. Jhd. datiert und als Fundort ist Ägypten angegeben. Es gibt keine weiteren Informationen zu dem Fund.

Ein Bild davon findet man hier

Das Band selbst ist als 'gezwirntes' Band aus Wolle beschrieben worden und ist am Halsausschnitt der Tunika angenäht worden. Das Band ist am Ende geknotet worden und der Knoten wurde mitangenäht. Es gibt keine Information, dass das Band brettchengewebt sein könnte.

Aber wenn man ganz einfache brettchengewebte Borten webt, dann sieht es genauso aus wie dieses Band. 4 Brettchen und alle Brettchen werden kontinuierlich in die gleiche Richtung gedreht. Aber mit Fingerschlaufenweben kann man ein ähnliches Muster erzeugen.


 

Dienstag, 16. Juni 2020

Musteranleitungen ...

Vor einigen Tagen hatte ich auf meiner Facebook-Seite das Bild von der Borte einer anderen Weberin geteilt. Sie hatte meine Anleitung verwendet, die ich nach einem Fund aus Ägypten erstellt hatte. Ich hatte das Muster in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift 'TWIST' veröffentlicht.



Jetzt ist ihr Bild nicht mehr da, weil sie es gelöscht hatte.
Warum?

Dienstag, 26. Mai 2020

Die Borte vom Kinderkleid aus Ägypten

Manche Borten muss ich mehrfach weben, so diese Borte eines Kinderkleides (Inv Nr. 9935).

Ich hatte die Borte aus Ägypten, die ins 6./7. Jhd. datiert ist ursprünglich in den Farben wie sie jetzt (also nach 1300 Jahren) aussieht und viel zu dick gewebt. 20/2 Wolle war einfach zu grob.

So habe ich jetzt noch einmal 28/2 Wolle in den ursprünglichen Farben kräftiges rot und weiß gewebt.



Donnerstag, 23. April 2020

Eins meiner Ufos (Unfinished Objekts)


Zur Zeit arbeite ich an der Rekonstruktion eines brettchengewebeten Bandes aus Antinoé, Grab 84 b.

Es ist ein Köperband, das aber auch waagerechte Linien kann, das mit insgesamt 49 Musterbrettchen gewebt wird.

Im Moment bin ich ein wenig frustriert, da das Bild, das ich von der Borte habe, nicht gut genug ist, um die Feinheiten der Broschur zu erkennen.
Und deswegen ruht es zur Zeit.

I'm also working at the reconstruction of a tablet woven band from Antinoé, grave 84b.

it is a broken twill with horizontal lines, and I'm working with 49 tablets in the pattern.

Right now I'm a little bit frustrated as the picture, which I have from the original band, is not detailed enough to see all details of the brocading. 

So right now it is not on the loom.




Literatur:
Maximilien Durand (Autor),‎ Florence Calament (Autor),‎ Collectif (Autor),  Antinoé, à la vie, à la mode : Visions d'élégance dans les solitudes, 2013
Die Borte ist aus Lyon, musée des Tissus inv. MT 28929.92.1, MT 28929.92.2, MT 2013.0.46.1 und MT2013.0.46.2
Muster: eigener Entwurf

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Das Band aus Grab C 395 aus Antinoè

Manche Bänder veröffentliche ich nur hier im Blog und noch nicht auf der Homepage, weil ich mit dem Rekonstruktionsversuch noch nicht zufrieden bin und noch weiter dran arbeiten muss.

Dies hier ist eins davon.


Montag, 16. Dezember 2019

Ein Spinnwirtel aus Antinoè

Der Spinnwirtel liegt Louvre in Paris in der Abteilung der Textilien aus Ägypten. Eigentlich wollte ich 'nur' die brettchengewebte Borte direkt daneben fotografieren, aber dann fiel mir dieser Schatz auf.

Einige Bücher aus der Fernleihe bestellt und in dem Buch 'Maximilien Durand, Egypte, la trame de l'Histoire : Textiles pharaoniques, coptes et islamiques' bin ich fündig geworden.

Jorgen Knochenschnitzer hat dann für mich die Spindel gefertigt.

Sie ist ein absoluter Traum und läuft fantastisch. Ein Schritt mehr, um wirklich hauchfeines Garn zu spinnen. Muss nur noch die Zeit dafür haben...

A spindle from finds from Antinoè (3rd to 7th century) (material: antler) on display in the Louvre/Paris. Yes you can spin very fine. I have to make the time.
Work by Jorgen Knochenschnitzer

Freitag, 17. Mai 2019

Das Band E 28438 aus dem Louvre

Als wir vor einiger Zeit in Paris waren,  gingen wir auch in den Louvre. Wir wussten schon vorher, dass dort eine brettchengewebte Borte ausgestellt wurde. Und im Raum mit den sog. koptischen Textilien konnte ich sie lange und ungestört betrachten.

E28438 on exhibition in Paris, Louvre

Sie hat mich fasziniert, da sie im Gegensatz zu den meisten anderen Borten zwei Musterteile hat. Ich habe versucht, sie zu fotografieren, aber trotz guter Kamera und der Unterstützung von Freunden, konnte ich keine detaillierten Bilder machen. Es war immer ein wenig unscharf. 

Noch in Paris, wo die Erinnerung an der Borte noch frisch war, fing ich an, das Muster nachzuarbeiten.

Samstag, 26. Januar 2019

Ein weiteres Band aus Antinoe/Ägypten

Danke an Micky Schoelzke, die mich vor einigen Wochen mit einem Blogeintrag auf dieses Band aufmerksam gemacht hat.

Es handelt sich hier um ein ganz einfaches Band mit einem Einzugsmuster, das ständig in eine Richtung gedreht wird.

Die Anleitung dazu findet man auch bei Micky.


Sonntag, 17. Dezember 2017

Brettchenweben in Ägypten

Im alten Ägypen wurde nach heutigem Stand nicht brettchengewebt. Im Buch 'The techniques of tablet weaving' von Peter Collingwood (DIE Bibel) findet man auf seite 301- 304 die Erklärung warum der Ramses Gürtel nicht brettchengewebt wurde.
Im Gegensatz dazu hat Otfried Staudigel lange Zeit gesagt, dass dieser Gürtel brettchengewebt sein könnte.