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Montag, 13. April 2026

Verdrehte Fäden - schöne Bänder brettchengewebte Borten von Birgit Höffmann

 

Es gibt in der Textilscheune in Nettetal eine kleine, sehr feine Ausstellung, die die brettchengewebten Borten von Birgit Höffmann zeigt.
Die Borten werden wunderschön präsentiert und ich habe einige Anregungen mitgenommen, was ich demnächst weben möchte. 
 
Die Ausstellung ist Sontags und an Feiertagen geöffnet und ich kann einen Besuch sehr empfehlen. Sie geht bis zum 28. Juni 2026.
 


Samstag, 31. August 2019

Das archäologische Museum in Frankfurt

Letztes Wochenende waren wir zum Museumsuferfest in Frankfurt.

Rein zufälligerweise gab es im archäologischem Museum eine Ausstellung zum Thema 'Die Kelten an der Donau' und einige Darsteller, die ich gut kannte, waren da.


Sonntag, 30. Juli 2017

Mit der ganzen Familie Archäologie erleben - Museumsfest der Keltenwelt am Glauberg

Ich hatte es bisher noch nicht geschafft, das Museum zu besuchen. Irgendwie war immer etwas dazwischen gekommen, aber jetzt war es so weit.

Über 250 km eine Strecke waren ein ordentliches Stück Fahrt, aber zusammen mit meinem Mann verging die Zeit schnell.

Zuerst stärkten wir uns mit einem Kaffee, dann ging es hinter das Museum auf die Aktionswiese, wo das Museumsfest stattfand.

Es war 'übersichtlich'. Knapp ein Dutzend Stände, aber die waren sehr spannend besetzt.

Statt der üblichen kunterbunten Kelten mit mehr oder weniger guter Ausstattung, saßen hier Archäotechniker, die über verschiedene Themen berichteten und einiges vorführten.

Bronzeguss, Schmieden, Silberschmiede, aber auch Salzsieden, Kochen, Backen und Färben und das Erkennen von Tieren anhand ihrer Knochen waren Thema.


Das Gelände war übersichtlich

Samstag, 19. März 2016

Die Schatzkammer der St. Catherinenkirche in Maaseik

Der Kirchenschatz ist nicht groß, es sind nur 3 kleine Räume in der Krypta, die zudem nur schwach ausgeleuchtet sind, da die wertvollen Textilien geschützt werden müssen.

Das erste Mal konnte ich ihn 2002 als Ausflug während des Brettchenwebertreffens besuchen. Dieses Jahr war es eine spontane Idee, die wir zu sechst während des Brettchenwebertreffens umsetzten.

Von Viersen nach Maaseik war es eine gute Stunde Fahrzeit, die wir dafür gerne auf uns nahmen.


Donnerstag, 28. August 2014

Die brettchengewebte Borte vom Krönungsgewand Richards von Cornwalls

Als 1257 Richard von Cornwall in Aachen zum Römisch-Deutschen König gekrönt wurde, trug er einen prachtvolles blaues Krönungsgewand, das mit gestickten Paaren von springenden goldenen Greifen und gekrönten Löwen, die abwechslend an beiden Seiten eines Lebensbaums aufgereiht sind, geschmückt war.

Nach der Krönung verblieb das Gewand im Aachener Domschatz, bis im 19. Jahrhundert der Aachener Kanoniker Frans Bock zerschnittene Teile des Krönungsmantels unter Verschleierung ihrer Herkunft in ganz Europa verkaufte.
Ein großer Teil des Stoffes blieb aber in Aachen und wurde zu einem Messgewand umgearbeitet.

Einige der Fragmente sind mit brettchengewebter Borte verziert worden, die vom Stil in den Anfang des 16. Jhd passt.  Denn Anleitungen zu ähnlichen Borten findet man in 'Anna Neupers Modelbuch'. Aber nirgendwo findet man eine Information, wann die Borten auf die Textilien genäht wurden.

As Richard of Cornwall had been coronated to roman-german king in the year 1275 he wore a magnificent blue robe, with gold embroidered animals.

For many centurys the robe stayed in Aachen. Until in the 19th century the canon of Aachen Franz Bock sold quite a lot fragments of the cloak hiding the origin of the fragments.
A bigger part of the cloth stayed in Aachen had been redone as chasuble.

Some of the sold fragmentes had been decorated with a small tablet woven band. The pattern looks like bands of the begining of the 16th century as found in 'Anna Neupers Modelbuch' but nowhere had been mentioned when the band had been added to the cloth.


Donnerstag, 5. Juni 2014

Der Halberstädter Domschatz

Ich hatte auf der Rückfahrt aus dem Urlaub ein absolutes Highlight für mich. Der Domschatz zu Halberstadt mit all seinen brettchengewebten Borten wurde auf dem Rückweg angesteuert.
Ich hatte vor zwei Wochen beim Museum angefragt, ob ich sie fotografieren dürfte und eine Genehmigung bekommen. 


Der Dom von Halberstadt
Allerdings weiß ich noch nicht, inwieweit ich sie veröffentlichen darf, deswegen gibt es jetzt keine Fotos.
 

Die Zusammenarbeit mit dem Personal war nett und unkompliziert. Ich habe insesamt 120 Bilder gemacht und nach einer ersten Auswertung kann ich zu den Borten, die ich gewebt habe folgendes sagen:

Das Cingulum aus Halberstadt, das ich bereits gewebt habe:

Laut Nancy Spies ist die Borte 108 cm lang und 1,7 cm breit beschrieben. Dazu erwähnt sie, dass das Cingulum an beiden Enden mit einem sehr verzierten Geflecht abgeschlossen wird.

Nun, das Geflecht ist mindestens genau so lang wie die Borte, die beim Tragen des Cingulums  um den Körper geschlungen wird und ist ein absoluter Hingucker. Die Borte geht dabei unter.

Das Schlimmste ist, das die Art, in der ich es gewebt habe, überhaupt nicht mit dem Original übereinstimmt... 

Das passiert wenn man eine Borte nach einer Anleitung webt, aber nicht das Orginal kennt.

Etwas anders sieht es mit der Borte des Altartuchs für den Hochaltar aus. 

Leider habe ich Depp mein Zentimetermaß vergessen und so kann ich nur ca. Abmessungen durchgeben. 

Das Altartuch ist für einen Altar mit der Abmessung von ca 3 x 1,5 m gefertigt worden. Es besteht aus 18 fast quadratischen Feldern die durch brettchengewebter Borte verbunden wurden Auch die Umrandung, von der die Seitenränder herab hängen besteht aus brettchengewebter Borte.  Insgesamt sind also etwa 22 m Borte verarbeitet worden.


Davon hatte ich vor Jahren von Fabian Peise die erste Musteranleitung für eine Sequenz bekommen. 


Sequenz aus der Altartuchborte

Bei meinem letzten Besuch habe ich diese Sequenz nicht gefunden, aber jetzt, beim systematischen Abfotografieren, war sie da. Bei diesem Teil der Borte ist die Broschur fast komplett abgerieben worden, so dass man sehen kann, dass der Untergrund ensprechend der Broschur gewebt wurde. Siehe auch mein Bild weiter oben.

Vier weitere Mustersequenzen gibt es, dazu wurde an einer Ecke ca. 1,5 m 'gestückelt', sprich zwei stilistisch nicht passende Borten wurden verwendet. 

Um das nachzuweben werde ich noch einige Zeit benötigen.

Sonntag, 23. März 2014

Die Türkische Cammer in Dresden

Zusammen mit Freunden hatte ich am Wochenende bei einer Kurzvisite in Dresden einen Abstecher in das Dresdner Residenzschloss gemacht und die Gelegenheit genutzt, die Türckische Cammer zu besichtigen.

Da die Sachsener Kurfürsten zu den 'Jägern und Sammlern' gehören und alles über den fernen Osten zusammen getragen haben, was ihnen unter den Fingern kam, ist die Ausstellung groß.

Ok, meistens orientalische Waffen und Rüstungen, aber auch ein Dreimastzelt, Pferdegeschirr, und einige wenige Textilien gibt es. Aber das hat es in sich.

Ich habe es sehr bedauert, dass ich dort nicht fotografieren durfte, denn in der Ausstellung habe ich mindestens Dutzend Borten gesehen, von denen mehrere wahrscheinlich brettchengewebt sind.
Getrennt durch eine Glasscheibe kam ich nicht nah genug ran, um das zu erkennen und der Ausstellungskatalog ist so waffenlastig, dass es nix zu den Textilien gibt.

Etwas das ich sehr bedauere, denn einige Muster waren sehr spannend und ich hätte mich gerne später intensiver mit Details beschäftigt.

Bilder gibt es dieses Mal deswegen nicht.