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Mittwoch, 24. Juni 2026

Farben der Eisenzeit

 

Farben der Eisenzeit... können ganz schön teuer sein.
Vor vielen Jahren hatte mir mein Mann zu Weihnachten Kermesgefärbte Wolle geschenkt.
Und weil dieses inzwischen fast aufgebraucht ist, habe ich jetzt noch einmal färben lassen.
In Deutschland kostet jetzt ein Kilo Kermes 35.640,50 Euro pro kg. Im Vergleich dazu bezahlt man für ein Kilo Gold 125.000,00 Euro.
Um 50 g Wolle zu färben hat Marled 6 g Kermes verwendet (ok, 10 g wäre besser gewesen, aber nachher ist man immer schlauer). Ihr könnt glaube ich selber rechnen, wie teuer die Wolle war. 
 
 
 

Sonntag, 10. Mai 2026

Errata für die Borten aus Hochdorf.

Wenn man Anleitungen kontrollwebt, bevor man sie veröffentlicht und dann keinen Fehler findet, dann ist die Welt in Ordnung. 

Aber wenn man das Muster viel später noch mal webt, und plötzlich Fehler findet, dann ist das für mich und alle Käufer doof.  Und dann ist es Zeit für ein Errata... 



Wer ein Heft von mir gekauft hat, schickt mir bitte kurz eine Mail oder PN, dann schicke ich die ganze Anleitung neu zu. 

Falls euch beim Weben etwas auffallen sollte, schreibt mich an. Wenn ich es noch nicht in der Errata Liste habe, gibt es als Dankeschön ein Anleitungsheft geschenkt.

Dienstag, 6. Februar 2024

 Eine neue Borte ist fertig - ich habe hier Motive aus dem Grab des Keltenfürsten von Hochdorf verwendet. Ich bin zwar ein wenig eingerostet, aber die Technikkombination Köper mit ausgelassenem Einzug und einseitiges Doubleface war mal wieder spannend.

Musterskizze aus Der Keltenfürst von Hochdorf. Methoden und Ergebnisse der Landesarchäologie. Katalog zur Ausstellung Stuttgart, Kunstgebäude vom 14. August bis 13. Oktober 1985, 1985

Dienstag, 14. Februar 2023

Tablet Woven Bands from the Iron Age © 2022,

Originally written for the summer edition of Twist 2022

Right now, we know of approximately 70 tablet woven fragments from the Iron Age. Some are too small to get a pattern from; many others are not well enough preserved to decipher a pattern. 

From some, I wasn’t able to get a picture to work out a reconstruction. There is a good overview in the article Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk 

Here are 17 bands of the Iron Age I have woven so far. 


 

Montag, 26. September 2022

Hochdorf - das Brettchengewebe vom Kessel (TK 7C)

 Manche Borten muss man mehrfach weben.... die Borte TC7C aus Hochdorf gehört für mich dazu.

 

 Some bands have to be woven several times.... the band TC7C from Hochdorf is one of them for me.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Die Kelten in der Hallstattzeit - wie anfangen?


Die Kelten in der Hallstattzeit - wie anfangen?

Man hat schon viel von dieser mysteriösen Kultur gehört, und es gibt so manch eine Dokumentation im Fernsehen. Aber wenn man ernsthaft anfängt, sich mit ihnen zu beschäftigen und versucht, die Kleidung zu rekonstruieren, dann wird es eng. Zumal das, was man oft in den Dokumentationen sieht, nur bedingt bis gar nicht mit dem übereinstimmt, was gefunden wurde.
Hier beschäftige ich mich mit der Kleidung der Kelten in Zentraleuropa zur Hallstattzeit, die von 800 v. Chr. bis etwa 450 v. Chr. datiert wird (natürlich mit regionalen Unterschieden), regional begrenzt auf Süddeutschland, Österreich und die angrenzenden südlich und östlich angrenzenden Länder. Andere Regionen haben eine andere Mode.

Als absolutes 'Must have' für diese Zeit empfehle ich das Buch 'Bunte Tuche gleißendes Metall - Frühe Kelten der Hallstattzeit', das einen guten Überblick über verschiedene Rekonstruktionsvorschläge gibt.
Dann PrähistorischeTextilkunst in Mitteleuropa von Karina Grömer. DAS Buch zu Textilien aus der Zeit, das es im kostenlosen Download gibt. 
Einen allgemeinen Überblick über die Kelten und Funde gibt das Buch 'Die Kelten in Deutschland' von Sabine Rieckhoff und Jörg Biel.
Aus der Hallstattzeit gibt es wenige Funde und noch weniger Abbildungen von getragener Kleidung. Von den Textilien sind nur Fragmente erhalten. Hauptfundorte sind die Salzbergwerke in Österreich (Hallstatt und Hallein) und das Grab des Keltenfürsten von Hochdorf.
Abbildungen von Kleidung gibt es in Mitteleuropa fast keine. Wenn man für eine Darstellung aus Süddeutschland recherchiert, dann muss man z.B. auf Abbildungen auf einer Situla von Vace, Slowenien oder von einer Situla aus Bologna, Italien oder der Situla aus Kuffern, Östereich zurückgreifen, um überhaupt eine Idee zu haben, wie die getragene Kleidung ausgesehen haben könnte. 
Man muss noch weiter gehen (sowohl räumlich als auch zeitlich), wenn man Funde von kompletten Textlilien vergleichend anschauen will, etwa die Moorfunde in Dänemark, die zeitlich früher oder später liegen, genau wie die Textilien aus dem nachchristlichen Ägypten oder anderen wüstenartigen Gebieten, wo das Klima beigetragen hat, dass Stoffe über 2500 Jahre erhalten geblieben sind.

Textilfragmente aus dem Salzbergwerk von Hallstatt (vom Titelbild des Buches 'Textilien aus Hallstatt')
Vielen Dank an Karina Grömer und das Naturhistorische Museum Wien für die Genehmigung, es zu verwenden.

Sonntag, 9. April 2017

Hochdorf

Als ich vor drei Jahren mit der Borte angefangen hatte, habe ich ein anderes Material als im Original verwendet und mir weniger knalligere Farben ausgesucht, denn ich dachte, dass ich sowieso niemals kermesgefärbte Wolle in so feiner Qualität bekommen würde.

Nun, ich habe sie jetzt und deswegen habe ich entschieden, dass 65 cm genug sind, damit man einen Eindruck von der Borte bekommt.

Ich habe sie heute vom Webstuhl geschnitten...

... und wie man sieht, hatte ich eigentlich mehr geplant.

Samstag, 6. August 2016

Hochdorf - nochmal der Wandhaken 385

Und denkt Frau, dass sie alles beachtet hat und das historische Motiv eingefangen und gut nachgewebt hat, dann merkt sie beim Durchlesen der Beschreibung, dass sie nur das halbe Muster gewebt hat...

Denn in Hochdorf IV steht auf Seite 198 'zwei parallele Musterzonen'... und 'jede Musterzone besteht aus zwei gegenläufigen, sich verzahnenden Dreiecksreihen'.

Die Anleitung auf Seite 77 beinhaltet jedoch nur die einfache Musterzone.

Also nochmal aufketten, nochmal weben... und nachträglich feststellen, dass in der Mitte eigentlich auch noch Randbrettchen gehören... (das wird dann der dritte Versuch)


Sonntag, 31. Juli 2016

Hochdorf - die schmale Borte vom Wandhaken 385

Nachdem ich diese Borte bereits vor einigen Jahre gewebt hatte, wollte ich sie noch einmal in einfarbig weben, um mich dann an eine weitere einfarbige Borte vom Wandhaken 385 zu wagen.

Verwendet habe ich hier 20/2 pflanzengefärbtes Material und wie bei fast jedem Zweilochgewebe bin ich auch hier mit dem Material ein wenig zu dünn gewesen.


Freitag, 24. April 2015

Das Grab des Keltenfürsten von Hochdorf

in den Jahren 1978 und 1979 wurde dieses sog. Fürstengrab aus der späten Hallstattzeit (ca. 550 v. Chr.) ausgegraben.

Neben vielen Metallgegenständen gab es auch organische Reste, die in großer Zahl konserviert worden waren.

Ich beschäftige mich schon ziemlich lange damit, weil zu den organischen Resten auch einige Brettchenborten gezählt werden, die für mich in ihrer Pracht und Komplexität einzigartig sind.

Kleine Bortenauswahl