Eigentlich ganz einfach. Man schaut sich eine Borte an und anhand der Vorlage zählt man das Muster aus und webt es nach.
Nur meistens ist es nicht so einfach. Die Borten sind nicht immer in einem Zustand, dass man alles einwandfrei erkennen kann. Und oft kann man nur raten und man muss sich im Laufe der Rekonstruktion korrigieren.
Wichtig ist, dass man Brettchenweben kann, gerne mit unterschiedlichen Techniken experimentiert und schon mal das eine oder andere Muster selbst entworfen hat. Man sollte also schon wissen, wie eine Köperborte aussieht, und wie eine zweiloch, oder dreiloch Borte.
Wenn ich ein Muster rekonstruieren will, schaue ich mir Borte an. Als erstes zähle ich aus, mit wie vielen Brettchen sie gewebt wurde. Funktioniert aber nicht immer, wenn das Bild unscharf/klein ist, dann kann man nicht immer die Stränge erkennen.
Aber eine erste Einschätzung ist möglich.
Dann versuche ich, anhand des Musters eine Technik zu bestimmen. Einige Techniken, wie die Köpertechnik, sind recht einfach, aber es ist schon schwieriger zu erkennen, ob man eine Borte, die mit 4 Fäden, 3 Fäden oder 2 Fäden pro Brettchen vor sich hat, da muss man oft auch vergleichen, ob der Rand anders aussieht, um etwas zu erkennen.
Und mit dem Wissen um Brettchenanzahl, Technik und dem Motiv auf der Borte versuche ich ein Muster zu entwickeln, das dem Fund so nahe wie möglich kommt.
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Freitag, 23. April 2021
Die Rekonstruktion einer Borte – wie funktioniert das?
Donnerstag, 23. April 2020
Eins meiner Ufos (Unfinished Objekts)
Zur Zeit arbeite ich an der Rekonstruktion eines brettchengewebeten Bandes aus Antinoé, Grab 84 b.
Es ist ein Köperband, das aber auch waagerechte Linien kann, das mit insgesamt 49 Musterbrettchen gewebt wird.
Im Moment bin ich ein wenig frustriert, da das Bild, das ich von der Borte habe, nicht gut genug ist, um die Feinheiten der Broschur zu erkennen.
Und deswegen ruht es zur Zeit.
I'm also working at the reconstruction of a tablet woven band from Antinoé, grave 84b.
it is a broken twill with horizontal lines, and I'm working with 49 tablets in the pattern.
Right now I'm a little bit frustrated as the picture, which I have from the original band, is not detailed enough to see all details of the brocading.
So right now it is not on the loom.
Literatur:
Maximilien Durand (Autor), Florence Calament (Autor), Collectif (Autor), Antinoé, à la vie, à la mode : Visions d'élégance dans les solitudes, 2013
Die Borte ist aus Lyon, musée des Tissus inv. MT 28929.92.1, MT 28929.92.2, MT 2013.0.46.1 und MT2013.0.46.2
Muster: eigener Entwurf
Mittwoch, 18. Dezember 2019
Das Band aus Grab C 395 aus Antinoè
Manche Bänder veröffentliche ich nur hier im Blog und noch nicht auf der Homepage, weil ich mit dem Rekonstruktionsversuch noch nicht zufrieden bin und noch weiter dran arbeiten muss.
Dies hier ist eins davon.
Dies hier ist eins davon.
Freitag, 17. Mai 2019
Das Band E 28438 aus dem Louvre
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| E28438 on exhibition in Paris, Louvre |
Sie hat mich fasziniert, da sie im Gegensatz zu den meisten anderen Borten zwei Musterteile hat. Ich habe versucht, sie zu fotografieren, aber trotz guter Kamera und der Unterstützung von Freunden, konnte ich keine detaillierten Bilder machen. Es war immer ein wenig unscharf.
Noch in Paris, wo die Erinnerung an der Borte noch frisch war, fing ich an, das Muster nachzuarbeiten.
Samstag, 26. Januar 2019
Ein weiteres Band aus Antinoe/Ägypten
Danke an Micky Schoelzke, die mich vor einigen Wochen mit einem Blogeintrag auf dieses Band aufmerksam gemacht hat.
Es handelt sich hier um ein ganz einfaches Band mit einem Einzugsmuster, das ständig in eine Richtung gedreht wird.
Die Anleitung dazu findet man auch bei Micky.
Es handelt sich hier um ein ganz einfaches Band mit einem Einzugsmuster, das ständig in eine Richtung gedreht wird.
Die Anleitung dazu findet man auch bei Micky.
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