Manche Borten muss man mehrfach weben.... die Borte TC7C aus Hochdorf gehört für mich dazu.
Some bands have to be woven several times.... the band TC7C from Hochdorf is one of them for me.
Manche Borten muss man mehrfach weben.... die Borte TC7C aus Hochdorf gehört für mich dazu.
Some bands have to be woven several times.... the band TC7C from Hochdorf is one of them for me.
Manchmal muss man sich mit den Farben auch mal außerhalb der Wohlfühlzone bewegen. Es ist immer eine Gratwanderung, ob es dann gefällt, oder ob das dann doch nur die falsche Farbe hat.
Hier bin ich mir nicht sicher. Ich habe schon seit einiger Zeit eine wunderschöne lilafarbene Cochenillefärbung und wollte damit eigentlich etwas modernes weben. So ganz gelungen ist es mir nicht.
Aber mit 54 Brettchen konnte ich mich farblich sehr weit aus dem Fenster lehnen...
Lila, mit grau, quietschgrün, weiß, blau und schwarz zu kombinieren, ist für mich weit außerhalb meiner Wohlfühlzone.
Fast fertig war er schon länger, aber ich hatte mit mir gehadert, was ich mit den Fransen mache, wo die beiden schmalen Borten aufeinandertreffen. Eine Flechtung von der einen Seite und zwei von der anderen Seite ist nicht viel und sieht auch nicht so doll aus.
Leider gibt es davon keinen Fundbeleg...
Entschieden habe ich mich dann nach langen Grübeln für abschneiden.
Und dann war ich in Otzenhausen zum Keltenfest und Hans war so nett und hat den Mantel für mich angezogen, damit ich einige Bilder machen kann.
Wie er es dann geschafft hat, eine Reiterin, die nur zufällig vorbei kam, dazu zu überreden, dass er fürs Foto aufs Pferd kann, darüber bereiten wir jetzt den Mantel des Schweigens aus ;-)
Wenn es ewig dauert, bis das broschierte Band fertig wird, dann webt man halt zwischendurch mal eben eine moderne Variante.
Die Borte vom sog. Krönungsmantel Roger II
Obwohl der Mantel als Krönungsmantel von Roger II bezeichnet wird, hatte dieser ihn nicht zur Krönung getragen, denn diese war 1130, während der Mantel 1133/1134 in den Werkstätten von Palermo hergestellt wurde.
Auch Friedrich II trug 1220 einen anderen Mantel zu seiner Krönung. In Inventarlisten wurde der Mantel zum ersten Mal 1246 erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wurde er an verschiedenen Orten aufbewahrt (u.a. in der Nähe von Prag, Nürnberg und Regensburg) bis er 1800 zusammen mit den anderen Reichskleinodien nach Wien gebracht wurde, damit sie nicht in französische Hände fiel.
Während des Naziregims wurde veranlasst, dass der Krönungsmantel zusammen mit den anderen Reichskleinodien nach Nürnberg gebracht wurde, doch nach dem 2. Weltkrieg kamen sie wieder zurück nach Wien, wo sie seit 1946 in der Kaiserlichen Schatzkammer ausgestellt werden.
Dort ist der Mantel auch heute noch zu bewundern.
Der nächste Termin ist Samstag, der 12.11.2022 von 09.30 - 18.00 h.
Zur Anmeldung geht es hier lang oder man schreibt mir eine Mail an info (at) aisling.biz
Am Sonntag war es wieder soweit, es gab ein Brettchenwebertreffen im Prinzenbahnhof.
Als Organisator hat man es im Moment nicht einfach. Die Coronazahlen sind hoch, die Spritpreise sind noch höher und dann gibt es da ein Treffen im Restaurant.
Ja, ich hatte mir das vor zwei Monaten auch etwas anders vorgestellt und das zeigten auch die Anmeldungen. Schnell waren 16 Personen angemeldet und dann wollten 3 Personen vielleicht kommen.
Die 3 Personen kamen dann auch :-) und wir waren insgesamt zu zehnt, eine Zahl, die mich dann doch angesichts der Situation angenehm überrascht hatte.
Und es war wieder ein richtig runder und schöner Tag. Dankeschön dafür, dass ich wieder klönen, lachen und ein wenig weben konnte.
Ich liebäugel schon seit einiger Zeit mit einigen Motiven aus 'Tablet-Woven Treasures' von Maikki Karisto & Mervi Pasanen. Ich mag diese finischen Motive.
Was ich weniger mag, ist die Art, wie sie gewebt wurden, 'Halfturns'. Ich persönlich webe so nicht gerne, auch gefällt mir das Ergebnis nicht so gut, wie ein normales Köperband.
Aber das ist ja Geschmacksache und niemand muss in einer bestimmten Art und Weise weben.
Also habe ich mich hingesetzt und das Band aus Kaarina, Kirkkomäki KM 27025:27205c in ein normales Köperband umgeschrieben.
Ich habe es denn mit nicht ganz so feiner Wolle gewebt, das Band ist 2 cm breit geworden (das Original war 0,7 cm breit) aber da es nicht als Rekonstruktion, sondern nur als hübsches Band gedacht ist, passt es.
Mit 15 Brettchen ist es auch breiter als der Fund.
Es gibt ein weiteres Webertreffen im 'Hinterzimmer' des Prinzenbahnhofs, Bahnhofsvorplatz 14 | 40883 Ratingen-Hösel. Am 27.03.2022 von 12.00 bis ca. 18.00 h
Hier
gibt es einen großen Park & Ride Parkplatz, der kostenlos genutzt
werden kann (einfach am Bahnhof vorbei fahren...) und die S6 von Essen nach Köln hält hier mehrmals in der
Stunde.
Der Raum hat Platz für 15 - 20 Personen und ich freue mich
auf eure Anmeldungen an aisling@gmx.net (ja, ich brauche sie noch per
Mail, und wg. der Raumgröße könne max. 20 Weber kommen, Begleitpersonen
bitte auch anmelden).
Was machen wir:
Weben, Bücher blättern, anderen über die Schulter schauen oder einfach nur Kaffee oder Tee trinken und über das Hobby erzählen..
Kurz einen entspannten, kreativen Tag erleben.
Wir
zahlen hier keine Raummiete, aber das Getränke- und Speiseangebot
sollte schon genutzt werden. Der Prinzenbahnhof hat auch viele
Kleinigkeiten auf der Karte und bemüht sich wirklich, auch Allergikern
ein breites Angebot zu bieten. Probiert es aus.
Es gilt jeweils aktuelle Regel für einen Restaurantbesuch.
Edit 05.03. Das ist im Moment 3 G
Bitte beachtet, dass wir in einem Restaurant sind und achtet darauf, dass die Webstühle nicht zu groß sind. Bei Zweifeln schreibt mich bitte an.
P.S. Tiere bitte nur nach Absprache mitbringen. Wenn es Allergiker in der Gruppe gibt, dann haben die Vorrang.
Dieses Mal war es coronabedingt sehr klein, hat aber nicht weniger Spaß gemacht.
Wir waren zu siebt im Hinterzimmer des Prinzenbahnhofes und konnten uns gut ausbreiten. Es gab zwar noch eine andere Gruppe, die auch im Hinterzimmer war, aber die war weit weg.
Notiz für nächstes Mal: Licht mitbringen. Es ist halt Restaurantbeleuchtung, die ist nicht auf Leute eingerichtet, die feine Handarbeiten machen.
Barbara, hatte Licht mitgebracht und es für uns alle ein wenig heller gemacht ;-)
Aber nun zum wichtigsten: Bilder :-)
| Ja, es gab einen Büchertisch, incl. Giftschrank ;-) |
Aus Dublin kennt man einige wikingerzeitliche Borten. Die bekannteste ist wohl die Borte mit den goldbroschierten Drachenköpfen.
Bei Ausgrabungen an der Fishamble Street in Dublin wurden insgesamt 30 einfache brettchengewebte Borten aus Wolle gefunden.
Sie wurden zwischen 960 und 980 datiert.
Die Borte NMI E172:10571 wurde im Original mit 12 Brettchen gewebt. Es wurde um ein grobes Köpergewebe geklappt und war insgesamt 33 mm breit.
Ich habe schon mehrfach das Band von Moscevaja Balka (Inf. Nr Kz 6778) versucht zu rekonstruieren.
Und jedes mal bin ich dem Original ein Stückchen näher gekommen.
Bei meinem ersten Versuch 2008 habe ich mich sehr aus die Vorgabe des Buches gehalten, wo beschrieben wurde, dass das Band mit 13 Musterbrettchen gewebet worden war. Aber die Löcher waren viel zu klein gewesen.
2019 habe ich einen neuen Anlauf gemacht. Dieses Mal waren die Löcher größer, aber ich hatte 16 Brettchen + 2 Randbrettchen benötigt, um es so zu weben.
Anfang des Jahres hat dann Sylvie Odstrčilová sich noch einmal an das Muster gesetzt und einfach die Ränder abgeschnitten, dass man nur 13 Musterbrettchen benötigte. Zudem hatte sie Bilder zur Verfügung, wo man erkennen konnte, dass auch zwischen den Rauten eine weiße Linie war.
Also musste ich noch einmal ran.