Ich muss ja nicht nur historische Borten weben, sondern habe auch Spaß daran, moderne Motive nicht nur zu weben, sondern auch zu entwerfen.
Und hier habe ich mal ein Muster in mit dem online Programm Twisted Threads geschrieben und gewebt.
Ich muss ja nicht nur historische Borten weben, sondern habe auch Spaß daran, moderne Motive nicht nur zu weben, sondern auch zu entwerfen.
Und hier habe ich mal ein Muster in mit dem online Programm Twisted Threads geschrieben und gewebt.
Oh man, 2019 habe ich diese Borte gewebt, habe sie auch bei Facebook und Instagram vorgestellt, aber irgendwie habe ich sie bisher weder hier im Blog, noch auf meiner Homepage vorgestellt.
Zeit, das zu ändern:
... nicht nur einen, denn im neuen Buch von Marijke van Epen gibt es ganz viele Vogelmotive, die sie den südamerikanischen Textilien abgeschaut hat.
Ich habe dann noch das eine oder andere Motiv dazu geschrieben und fertig ist eine bunte Borte.

Hatte ich das Band vor einigen Jahren schon einmal gewebt, so muss ich es nun neu weben, da ich es 'verbraucht' habe.
Ich habe mich dieses Mal dafür entschieden, der Rekonstruktion von Bente Skogsaas aus dem Buch Oseberg zu folgen.
Als ich mich vor einigen Jahren entschloss, meine Bortenbilder auch auf Instagram zu teilen, hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich so viele Menschen dafür interessieren würden.
Diese Nacht hat es gerundet und ich habe insgesamt 900 Follower.
Danke, dass ihr euch dafür interessiert, was für eine Handarbeit ich mache.
Ein kleines Dankeschön:
Die Musteranleitung für eine Freestyle-Borte, inspiriert von 'coptischen' Textilien:
Letztes Wochenende war der Tuchmarkt in im Freilichtmuseum Hagen.
Ich fand es ein wenig schwierig dort hin zu fahren, da doch ein Großteil des Ortes wegen Hochwasser mehr als nur die Keller vollstehen gehabt hatte und es in Hagen noch deutlicht zu sehen war.
Aber es ging. Das Museum war auch betroffen, hatte aber schon sehr viel aufräumen können. Die Besucher haben alle positiv darauf reagiert, dass eine Veranstaltung war, einige erwähnten, dass sie Ablenkung suchten, weil die meiste Arbeit getan war und sie auf das Trocknen der Wohnung warteten.
Die Veranstaltung selber war eher klein und über das ganze Gelände verteilt, Andrea und ich waren mit zwei weiteren Ständen auf dem kleinen Platz in der Baugruppe D.
Wir selber standen - wie konnte es anders sein - neben einem Fachwerkhaus.
Eigentlich ganz einfach. Man schaut sich eine Borte an und anhand der Vorlage zählt man das Muster aus und webt es nach.
Nur meistens ist es nicht so einfach. Die Borten sind nicht immer in einem Zustand, dass man alles einwandfrei erkennen kann. Und oft kann man nur raten und man muss sich im Laufe der Rekonstruktion korrigieren.
Wichtig ist, dass man Brettchenweben kann, gerne mit unterschiedlichen Techniken experimentiert und schon mal das eine oder andere Muster selbst entworfen hat. Man sollte also schon wissen, wie eine Köperborte aussieht, und wie eine zweiloch, oder dreiloch Borte.
Wenn ich ein Muster rekonstruieren will, schaue ich mir Borte an. Als erstes zähle ich aus, mit wie vielen Brettchen sie gewebt wurde. Funktioniert aber nicht immer, wenn das Bild unscharf/klein ist, dann kann man nicht immer die Stränge erkennen.
Aber eine erste Einschätzung ist möglich.
Dann versuche ich, anhand des Musters eine Technik zu bestimmen. Einige Techniken, wie die Köpertechnik, sind recht einfach, aber es ist schon schwieriger zu erkennen, ob man eine Borte, die mit 4 Fäden, 3 Fäden oder 2 Fäden pro Brettchen vor sich hat, da muss man oft auch vergleichen, ob der Rand anders aussieht, um etwas zu erkennen.
Und mit dem Wissen um Brettchenanzahl, Technik und dem Motiv auf der Borte versuche ich ein Muster zu entwickeln, das dem Fund so nahe wie möglich kommt.
Manchmal ahnt Frau nichts Böses, surft ein wenig bei Facebook und dann landet sie hier. Eine Seite wo relativ moderne Bänder im traditionellen Stil gezeigt werden.
Die Bänder sind größtenteils zwischen 1900 und 1950 gewebt worden. Einige sind brettchengewebt, die anderen sind mit unterschiedlichen Techniken gewebt worden.
Ich habe mich hier einfach von den Farben und Motiven inspirieren lassen und etwas in dem Stil gewebt.
Es gibt Bänder, über die ich fast gar nichts weiß, und wo ich mir auch nicht sicher bin, ob die Rekonstruktionen 'passen'.
So auch das Band aus Breslau, das ich vor einigen Jahren angefangen habe zu weben.
Ich hatte als Vorlage nur eine schwarz/weiß Kopie, wo noch nicht mal zu erkennen ist, mit wie vielen Brettchen das Muster gewebt wurde. Nur, dass das Muster broschiert wurde.
Und so habe ich mich hingesetzt und das Muster nachgearbeitet. Ich habe aber keine Ahnung, ob das so stimmt.
Als ich von Marled gefragt wurde, ob ich ein dünnes Garn (58/3) zum Brettchenweben ausprobieren möchte, habe ich natürlich sofort ja gesagt.
Ich suche ja selbst immer nach sehr dünnen Garnen, um die historischen Bortenbreiten zu erreichen.
Ich habe dafür die Borte von dem Kinderkleid aus Ägypten aufgekettet, weil es ein recht einfaches Muster ist, wo ich 29 Brettchen benötige und mich nicht ärgere, wenn das Garn nichts taugen sollte.
Die Vorsichtsmaßnahmen brauchte ich nicht. Das Garn taugt. Es ist einfach nur toll zu verarbeiten.
Aber nach dem ersten Test habe ich das Band erst mal in meine UFO-Kiste gelegt und jetzt wieder raus geholt und fertig gewebt.
Die Bortenbreite entspricht den historischen Abmessungen.
Mehr Informationen zur Borte findet ihr hier