Farben der Eisenzeit... können ganz schön teuer sein.
Vor vielen Jahren hatte mir mein Mann zu Weihnachten Kermesgefärbte Wolle geschenkt.
Und weil dieses inzwischen fast aufgebraucht ist, habe ich jetzt noch einmal färben lassen.
In Deutschland kostet jetzt ein Kilo Kermes 35.640,50 Euro pro kg. Im Vergleich dazu bezahlt man für ein Kilo Gold 125.000,00 Euro.
Um 50 g Wolle zu färben hat Marled 6 g Kermes verwendet (ok, 10 g wäre besser gewesen, aber nachher ist man immer schlauer). Ihr könnt glaube ich selber rechnen, wie teuer die Wolle war.
Das Band, nach einem Fund aus Hochdorf, wo es noch keinen Krapp gab, habe ich jetzt mit Kermes gefärbter Wolle gewebt. Und nein, ich will nicht rechnen, wie hoch hier der Materialpreis war.
Ich habe meinen Stash verbraucht, wie es sich gehört.
Es handelt sich um die Nachbildung eines Bandes vom Wagen. In der Beschreibung wird es als gebrochener Köper mit dreieckigen Plättchen beschrieben, ich habe es jedoch als „Missed Hole“-Technik mit quadratischen Plättchen umgesetzt. Das brettchengewebte Fragment ist 1,4 x 1,4 cm (0,55” x 0,55”) groß.
Iron Age dyes... can be quite expensive.
Many years ago, my husband gave me kermes-dyed wool for Christmas.
And since I’ve almost used it all up, I’ve had some more dyed.
In Germany, a kilogram of kermes now costs 35,640.50 euros. By comparison, a kilogram of gold costs 125,000.00 euros.
To dye 50 grams of wool, Marled used 6 grams of kermes (okay, 10 grams would have been better, but hindsight is always 20/20). I think you can figure out for yourselves how expensive the wool was.
The band, based on a find from Hochdorf—where madder wasn’t available yet—is woven with kermes-dyed wool. And no, I don’t want to calculate how high the material cost was here.
I used up my stash, just as I should have.
It's the reconstruction of a band from the carriage. Described as broken twill woven with triangular tablets, I did it as missed hole with square tablets. The tablet woven fragment is 1.4 x 1.4 cm (0.55” x 0.55”) wide.
Literatur:
Johanna Banck-Burgess, Hochdorf IV, 1999
Kathrina von Kurzynsky ... und ihre Hosen nennen sie bracas, 1996
Johanna Banck-Burgess, Mittel der Macht. Textilien bei den Kelten, 2012
Muster: eigener Entwurf bei Etsy veröffentlicht. English version on Etsy
Kathrina von Kurzynsky ... und ihre Hosen nennen sie bracas, 1996
Johanna Banck-Burgess, Mittel der Macht. Textilien bei den Kelten, 2012
Muster: eigener Entwurf bei Etsy veröffentlicht. English version on Etsy




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