Sonntag, 22. September 2019

Ein brettchengewebtes Band aus Dürrnberg

Als vor einigen Jahren Lise Raeder Knudson und Karina Grömer den Artikel 'Discovery of a New Tablet Weaving Technique from the Iron Age'  In: Archaeological Textiles Review No.54 veröffentlichten, war ich von der Borte fasziniert. Doch trotz einer ausführlichen Beschreibung in dem Artikel Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg - Neue Erkenntnisse zur Brettchenwebtchnik in der Eisenzeit   aus dem JAHRBUCH DES RÖMISCH-GERMANISCHEN ZENTRALMUSEUMS MAINZ 56. Jahrgang 2009 habe ich es damals nicht geschafft, eine Borte zu weben, die auch nur annährend dem historischen Vorbild ähnelten.

Das Band selbst wird in das frühe 3. Jhd. v. Chr. datiert und ist damit der LaTéne B Zeit zugeordnet. 

Inzwischen hat es geklappt.



Some years ago I got a grip on the article 'Discovery of a New Tablet Weaving Technique from the Iron Age'  In: Archaeological Textiles Review No.54 by Lise Raeder Knudson und Karina Grömer
and the tablet woven band was stunning. But despite the really detailed description in the article 
Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg - Neue Erkenntnisse zur Brettchenwebtchnik in der Eisenzeit   aus dem JAHRBUCH DES RÖMISCH-GERMANISCHEN ZENTRALMUSEUMS MAINZ 56. Jahrgang 2009 I wasn't able to to weave a band looking similar to the find. 


Meanwhile it works.



Mein erster Versuch sah dann so aus:
The first time I tried the pattern:




Keine Schönheit, ich weiß und ich hatte mich dabei and den Vorlagen von Lise Raeder Knudson gehalten - obwohl ich sie nicht wirklich verstanden hatte.
It was quite ugly, but I worked with the guidelind form Lise Raeder Knudson - but I hadn't understand it at all



Der nächste Versuch sah dann schon ein wenig besser aus, aber ich bekam die Flottierungen nicht unter Kontrolle und irgenwie macht das Weben keinen Spaß... 
The next version looks better, but I didn't got control of the flotating and the weaving was no fun at all. 


Und hier habe ich den Entwurf von Lise Raeder-Knudsen genommen und nach eigenem Gusto abgewandelt - ich würde sagen, es passt.
Allerdings muss ich noch an der Rückseite arbeiten, die entspricht noch nicht der historischen Vorlage. 
This time I changed the guideline from Lise Raeder-Knudsen and changed it, I say that it looks good.
But I have to work on the backside as it does'nt look like the original at all.


Was muss man wissen, um die Borte zu weben: 3 Fäden pro Musterbrettchen, blau-weiß-rot-leer, die Borte wird auf der Spitze gewebt und nein, eine richtige Anleitung gibt es nicht, denn ich drehe nur so, wie ich die Farben oben brauche... und du musst brutal sein. Das ganze wirkt nur, wenn du einen extradünnen Schussfaden verwendest (hier wie im Original Pferdehaar) und diesen fester anziehst, als bei den normalen Borten.

What knowledge do you need to weave this band: 3 threads per pattern tablet, blue-white-red-empti, the tablets are used with the hole on top and no, there is no pattern with turning directions, because I'm only turning the tablets when I need another colour on top... and you have to be cruel to the band. It works only if you have a very thin weft (I used horsehair) and you have to wrap up well.. 


Literatur: 
'Discovery of a New Tablet Weaving Technique from the Iron Age'  In: Archaeological Textiles Review No.54
Ein abgerissener Ärmel aus dem Salzbergwerk Dürrnberg - Neue Erkenntnisse zur Brettchenwebtchnik in der Eisenzeit   aus dem JAHRBUCH DES RÖMISCH-GERMANISCHEN ZENTRALMUSEUMS MAINZ 56. Jahrgang 2009
Muster: Eigener Entwurf

Technik: Ja, keine Ahnung, wie man des nennt. Freestyle....


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.