Donnerstag, 5. Juni 2014

Der Halberstädter Domschatz

Ich hatte auf der Rückfahrt aus dem Urlaub ein absolutes Highlight für mich. Der Domschatz zu Halberstadt mit all seinen brettchengewebten Borten wurde auf dem Rückweg angesteuert.
Ich hatte vor zwei Wochen beim Museum angefragt, ob ich sie fotografieren dürfte und eine Genehmigung bekommen. 


Der Dom von Halberstadt
Allerdings weiß ich noch nicht, inwieweit ich sie veröffentlichen darf, deswegen gibt es jetzt keine Fotos.
 

Die Zusammenarbeit mit dem Personal war nett und unkompliziert. Ich habe insesamt 120 Bilder gemacht und nach einer ersten Auswertung kann ich zu den Borten, die ich gewebt habe folgendes sagen:

Das Cingulum aus Halberstadt, das ich bereits gewebt habe:

Laut Nancy Spies ist die Borte 108 cm lang und 1,7 cm breit beschrieben. Dazu erwähnt sie, dass das Cingulum an beiden Enden mit einem sehr verzierten Geflecht abgeschlossen wird.

Nun, das Geflecht ist mindestens genau so lang wie die Borte, die beim Tragen des Cingulums  um den Körper geschlungen wird und ist ein absoluter Hingucker. Die Borte geht dabei unter.

Das Schlimmste ist, das die Art, in der ich es gewebt habe, überhaupt nicht mit dem Original übereinstimmt... 

Das passiert wenn man eine Borte nach einer Anleitung webt, aber nicht das Orginal kennt.

Etwas anders sieht es mit der Borte des Altartuchs für den Hochaltar aus. 

Leider habe ich Depp mein Zentimetermaß vergessen und so kann ich nur ca. Abmessungen durchgeben. 

Das Altartuch ist für einen Altar mit der Abmessung von ca 3 x 1,5 m gefertigt worden. Es besteht aus 18 fast quadratischen Feldern die durch brettchengewebter Borte verbunden wurden Auch die Umrandung, von der die Seitenränder herab hängen besteht aus brettchengewebter Borte.  Insgesamt sind also etwa 22 m Borte verarbeitet worden.


Davon hatte ich vor Jahren von Fabian Peise die erste Musteranleitung für eine Sequenz bekommen. 


Sequenz aus der Altartuchborte

Bei meinem letzten Besuch habe ich diese Sequenz nicht gefunden, aber jetzt, beim systematischen Abfotografieren, war sie da. Bei diesem Teil der Borte ist die Broschur fast komplett abgerieben worden, so dass man sehen kann, dass der Untergrund ensprechend der Broschur gewebt wurde. Siehe auch mein Bild weiter oben.

Vier weitere Mustersequenzen gibt es, dazu wurde an einer Ecke ca. 1,5 m 'gestückelt', sprich zwei stilistisch nicht passende Borten wurden verwendet. 

Um das nachzuweben werde ich noch einige Zeit benötigen.

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