Montag, 16. September 2019

Tuchmarkt in Lindlar

Letztes Wochenende habe ich meine brettchengewebte Borten beim Tuchmarkt im Freilichtmuseum Lindlar gezeigt.
Ich hatte schon länger damit geliebäugelt, etwas zu machen, wo ich nicht nur die historischen Borten zeigen kann, aber viele der Konzepte von 'Handwerkermärkten' und ähnlichem passen nicht zu dem, was ich mache.
Aber der Tuchmarkt hörte sich vielversprechend an.

Und so habe ich mich Anfang des Jahres dazu angemeldet.

Es war zwar ein wenig schwierig, dem Veranstalter klar zu machen, dass ich wirklich nicht verkaufe, sondern nur zeigen will, weil das scheinbar keiner sonst macht, aber nach einem Telefonat war dann alles klar.

Und letztes Wochenende war es dann soweit. Ein wenig angespannt war ich schon, denn ich war alleine, ohne Begleitung an meinem Stand.
Was, wenn ich zur Toilette musste, wie sollte ich das machen? Ich hatte schon mal eine große Decke eingepackt, um meine Arbeit abdecken zu können.

Aber es kam ganz anders.


Man hat mich nämlich bei schönstem Sonnenschein in diesen älteren, aber sehr schnuckeligen Pavillion untergebracht. Und dieser Pavillion hatte eine Tür, die ich ganz einfach mit einem Webstuhl zustellen konnte,  so dass ich ohne Probleme 'Mal eben' verschwinden konnte.

Dazu hatte ich richtig nette Nachbarn, die dann auch noch ein Auge auf darauf hatten, dass die 'Tür' auch zu blieb.

Mit diesem gelösten Problem konnte ich die Veranstaltung viel entspannter angehen.

Ich muss gestehen, dass das Publikum anders war, als das was ich sonst kenne. Auf historischen Veranstaltung gibt es immer den einen oder anderen, der sich für Textilien interessiert und mit dem man sich austauschen kann.

Aber hier haben sich ALLE für Textilien interessiert und entsprechend viele fragende Besucher hatte ich in meinem Pavillion zu Gast.

So viel erzählt habe ich noch nie - und ich habe diverse Büchertipps für Anfänger gegeben.

Ich hatte noch Glück, dass ich Besuch von Freunden, Bekannten und meinem Mann bekommen hatte, so dass ich mir zumindesten noch das Bandweberhaus und die nächsten Nachbarn anschauen konnte.

Eins weiß ich gewiss: Nächstes Jahr versuche ich, wieder dabei zu sein.

historische Borten



Ok, 'historische Brettchenweberei' und dazu moderne Borten passt im ersten Moment nicht wirklich. Aber da die Technik der Schrift 'modern' ist, ist es auch eine moderne Borte und gehört dahin...

Details

Hier versagt die Kamera und konnte das Glitzern nicht einfangen.

Hier ist es besser

Einige UFOs
Und ja, ich werde ordentlicher

Hannes war der Star des Wochenendes - so viel Bewunderung hat er selten erlebt :-)
Das Bandweberhaus
Der Webstuhl

Fertige Arbeiten

Details

Morgens war die Gastätte noch geschlossen - später habe ich es nicht mehr dorthin geschafft

Die Nachbarbaugruppe

Und die Spinnerinnen - leider konnte ich nicht lange bleiben.











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