Sonntag, 14. August 2016

Broschieren... Feinheiten

Wer bisher noch nicht broschiert hat, findet hier eine Anleitung. 

Wenn man ein brettchengewebtes Band broschiert, dann hat man mehrere Möglichkeiten, wie man den Broschierfaden unter das Gewebe senkt.

Pro Brettchen unter 1 Faden, pro Brettchen unter 2 Fäden (somit läuft er im Hauptfach mit) pro Brettchen unter allen 4 Fäden.

Machbar ist alles, was ist sinnvoll?

Das hängt davon ab, was für einen Effekt man erzielen will.


Hat man z.B. wie bei diesem historischen Band aus Halberstadt kein einfarbiges Grundgewebe, sondern pro Brettchen einen Musterfaden, dann senkt man den Broschierfaden nur unter einen Faden pro Brettchen.

Maaseik, 8. Jhd.

Ist es aber ein Köpergewebe mit zwei Musterfäden, dann senkt man den Broschierfaden unter zwei Fäden.

St. Truiden


Hat man eine Broschierung, die in einer Zeile mehrere Farben gleichzeitig verwendet, dann senkt man den Broschierfaden unter alle Fäden (dadurch wird das Gewebe an diesen Stellen nicht dick und unförmig).

Bei einfarbigen Untergrund kann man sich aussuchen, wie man es macht, aber es ist ein optischer Unterschied, ob man den Broschierfaden unter zwei Fäden oder unter das ganze Gewebe senkt.

Birka B2 oben Broschierfaden unter zwei Fäden, unten unter allen Fäden gesenkt.

Die Rückseite

Das Muster ist viel deutlicher zu erkennen, wenn man den Broschierfaden unter alle Fäden senkt.




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