Sonntag, 27. Juli 2014

Vestrum - mal wieder

Nachdem ich über Umwege an das Buch 'Snartemofunnene. Studier i folkevandringstidens ornamentikk og tekstilhistorie' von Bjørn Hougen aus dem Jahr 1935 gekommen bin, konnte ich zum ersten Mal einen Blick auf das Originalbild von Vestrum werfen.

Bildunterschrift lautet 'Spjellvevsbord fra Vestrum, Hedrum, Vestfold'



Auf Seite 114 gibt es eine weitere Beschreibung des Fundes: 'Vestrum, Kirchspiel Hedrum, Vestfold (S. 67) Mannsgrab aus der Zeit um 400. Der Fund enthält einige Reste eines ganz feinen Spitzköpers (Textfig. 17), und außerdem ein Fragment eines schmalen brettchengewebten Bandes (Tafel XI 1) Die vier Randschnüre sind mit je vier Fäden in den Brettchen gewebt, jedoch waren in dem zwischenliegenden gemusterten Teil in jedem Brettchen nur 2 Fäden. Während die Randschnüre durch gleichmäßig voranschreitende Vierteldrehungen hergestellt sind, entsteht der gemusterte Teil durch Halbumdrehungen nach verschiedener Richtung.'


Nun, der Unterschied zu der Kopie in 'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold' von Else-Margrethe Huse ist seeeeehr gering, aber es reicht, um sicher zu sein, dass der folgende Entwurf der richtige war:
Aber das zweite Muster, rechts im Original, konnte man auch ein wenig besser erkennen.


After getting a grip on the book 'Snartemofunnene. Studier i folkevandringstidens ornamentikk og tekstilhistorie' by Bjørn Hougen dated 1935 I had the first time a chance to take a look at the original picture of the band from Vestrum.
It is desribed with Spjellvevsbord fra Vestrum, Hedrum, Vestfold
Well, there are only very few difference to the copy in the book 'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold' by Else-Margrethe Huse but it is enough to decide that the picture above is the correct pattern.
But you could see the second pattern on the right side of the original picture a little bit better.

So hab ich mich entschieden, das Muster noch einmal zu weben. Dieses Mal mit pflanzengefärbter Wolle. Ich entschied mich für rot (krappfärbung) und blau (indigogefärbt). Leider war die blaue Wolle nicht wirklich für das Brettchenweben geeignet, aber mit einigen Tricks gelang es mir, sie zu weben, ohne dass mir zu viele Fäden rissen.

Jetzt weiß ich, warum einige sehr feine Brettchengewebe offensichtliche Fehler haben. Wenn die Wolle leicht reisst, dann kann man nicht rückwärts weben, um Fehler zu beheben, sondern kann nur hoffen, möglichst wenig Fehler zu machen...

Und so sieht der nächste Versuch (ich glaube ich bin inclusive Feinschliff bei der 13. oder 14. Anleitung)  aus:





So I decided to weave the pattern another time. This time with natural dyed wool. I took red (Rubia tinctorum) and blue (Indigo). Sadly the blue one wasn't really suited for tablet weaving but with several tricks I had been able wo weave it without tearing apart to many threads. I had been unable to correct any error, as the wool tears apart when I weave backwards. I can only hope to make only few mistakes.


Um das Muster kompakt zu bekommen und einen glatten Rand zu haben, habe ich die Randbrettchen nur jedes zweite Mal gedreht.
Es gibt noch eine Kleinigkeit, die ich im Muster ändern will, aber ansonsten denke ich, dass es passt.

To get the weaving tight and to have a fine border I turned the border tablets only every second time.
There are little things to change in the pattern, but I think that I got it.

Links zu dem Thema : älterer Blogeintrag mit erstem Musterentwurf, weiterer Bologeintrag mit ersten Rkonstruktionsversuchen, Link zur Galerie meiner Homepage 

Muster: eigener Entwurf
Technik: Stippengewebe /Pebbleweave

Literatur:
Else-Margrethe Huse, 'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold', 2010
Bjørn Hougen, ''Snartemofunnene. Studier i folkevandringstidens ornamentikk og tekstilhistorie', 1935


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