Samstag, 8. Dezember 2018

Ein Gürtel im Stil des 14. Jhd.

Einige Muster bestechen mit ihrer Schlichtheit.

So auch dieses einfarbige Motiv, das ich nach einem Fund aus dem Erfurter Schatzfund (1349) gewebt habe.

 Wie viele Borten aus dem 14. Jhd. wird dieses mit 6-Loch-Brettchen gewebt.


Some pattern are simple but the effect is stunning. 
In my opinion this pattern fits in this description. It is a monochrome pattern from the finds of the 'Erfurter Schatz', dated 1349. 
As quite a lot bands of the 14th century it is woven with 6-hole-tablets. 


Anzahl Brettchen: 32
Brettchen: 6-Loch-Brettchen
Material: Seide 30/2 mit Indigo gefärbt (Archäotechnik textile Fläche).
Schussfaden: Seide 30/2 mit Indigo gefärbt (Archäotechnik textile Fläche).
Breite: 15 mm



Es entspricht dem Kat. Nr. 33: Geweberest von den Gürtelapplikationen, stabförmig mit Kreuzblumen
Inv.-Nr. 5086/98, 5217-5230/98
Fasermaterial: Seide
Kette: S-Draht-Zwirn aus zwei Garnen
Schuss: S-Draht-Zwirn aus zwei Garnen
Dichte/Bemerkungen: vermutlich mit 32 6-Loch-Brettchen (3-fädig bezogen, 1 Randbrettchen je Seite 6-faädig) gewebt 102 KF, abwechselnd S- und Z- Einzug, teilweise blaue Färbung erkennbar.





Literatur: Grit Zimmermann: 'Die textilen Reste an den Goldschmiedearbeiten des Erfurter Schatzfundes' veröffentlicht in  'Die mittelalterliche jüdische Kultur in Erfurt Band 2 Der Schatzfund', 2010 Astrid Pasch, Maria Stürzenbcher, Grit Zimmermann, Oliver Mecking: 'Die Rekonstruktion der Gürtel aus dem Erfurter Schatz' veröffentlicht in 'VDR Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut' Heft 1 / 2012 Online hier zu finden.
Anleitung: Grit Zimmermann
Technik: 6-Loch-Weben mit ausgelassenem Einzug.

Keine Kommentare:

Kommentar posten