Freitag, 28. April 2017

Hallstatt das Band Nr. 1

Manchmal muss man ein Band noch einmal weben. Besonders dann, wenn man merkt, dass man beim ersten Versuch das Muster nicht ganz korrekt erwischt hat.

Inzwischen habe ich einige Bücher mit Bildern von der Borte so dass es für mich recht einfach war, das Muster zu modifizieren.

Hatte ich das Band damals mit chemisch gefärbter Wolle gewebt, so habe ich mich dieses Mal für kermes- und waidgefärbte Wolle entschieden, für die Borten im Salzbergwerk gibt es zwar keine Farbstoffanalyse, aber andere Textilien wurden untersucht und es wurde als Farbstoff Instekt herausgefunden. Nach über 2.000 Jahren im Salz war keine genauere Analyse möglich. Aber da Kermes das Insekt war, welches heimisch war, habe ich mich dafür entschieden.

Dank der großzügen Spende eines Islandponys (Danke Marled) konnte ich auch wie im Original Pferdehaar als Schussfaden verwenden.



Sometimes you have to weave a band once again. Especially if you see that the pattern of the first weaving isn't the correct one. Now I own several books with pictures of the band so that it wasn't to complicated to adapt the pattern.
 

Back then I've woven the band with industrial dyed wool. 
But now I deceided to use wool deyed with woad and cermes. There aren't analyses of the tablet woven bands but other textiles of the Hallstatt finds have been analysed. Indigo and 'Insect' were some of the more common deyes. As the textiles have been more than 2.000 years in the salt it's not possible to deceide whicht of the insects has been used for dying. But as cermes was a common insect I deceided to use it. 

Thanks to a Icelandic horse I have been able to use horsehair as weft.


21 Brettchen, kermes- und waidgefärbte Wolle als Kettfäden, Schußfaden Pferdehaar, genau wie im Original.
Aber trotz 28/2er Wolle ist das Band statt 1,3 cm ca. 1,5 cm breit...


21 tablets, warp: 28/2 wool dyed with woad and cermes, weft: horsehair.
But the band is still to wide. Instead of 1,3 cm it's 1,5 cm wide.

Literatur:
GRÖMER, K., "Brettchenwebereien aus dem Salzbergwerk in Hallstatt", Archäologie Österreichs, vol. 12, Wien, Österreichische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, pp. 49-58, 2001.
Hallstatt Textiles - Technical Analysis, Scientific Investigation and Experiment on Iron Age Textiles, 2005
Muster: Eigener Entwurf
Technik: Köperbindung
Technique: 3/1 broken twill





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