Mittwoch, 24. Dezember 2014

'Migration Period tablet woven bands' aus Skandinavien



Ich habe mir erlaubt, mich durch das Buch 'The Högom Find and Other Migration Period Textiles and Costumes in Scandinavia' von Magareta Nockert zu arbeiten und einmal die brettchengewebten Borten, die sie in den Beschreibungen der verschiedenen Gräber erwähnt, aufzulisten.

Diese Gräber beziehen sich auf ‚Migration Period’ in Skandinavien und werden zwischen 480 und 610 n. Chr. datiert.

Von vielen Bändern sind leider nur noch Fragmente erhalten, die nicht immer einen Rückschluss auf die ursprüngliche Breite, das Material und evtl. auf die Brettchenanzahl zulassen. In den wenigsten Fällen ist es möglich, ein Muster zu rekonstruieren, weil die Fundstücke einfach zu kurz sind.
Sie wurden - soweit nicht anders angegeben - aus Wolle gewebt (2-Fädig-gesponnen)

Die meisten Fragmente sind im Zusammenhang mit Metallteilen (meistens Knopfähnlich) gefunden worden.



Sonntag, 23. November 2014

Brettchenwebertreffen in Essen

Gestern war es soweit, das erste Brettchenwebertreffen, das ich selbst organisiert hatte, fand in Essen im Unperfekthaus statt.

Ich hatte mich für diesen Ort entschieden, weil er große Veranstaltungsräume hat, die man ohne Miete bezahlen zu müssen buchen kann. Einzig eine Getränkeflatrate, die stundenweise gestaffelt ist, muss gezahlt werden.
Und wenn man noch ein wenig Geld drauf legt, dann hat man sogar eine gute und leckere Vollverpflegung.
Wir durften den Wintergarten nutzten, einen der schönsten Räume des Hauses im vierten Stock. 

Dadurch konnte ich ein Open-House anbieten, dass jeder kommen und gehen konnte, wie er Zeit hatte.
Angesetzt war das Treffen von 09-20 h.

Ich war um kurz vor neun da und hatte noch nicht meinen ersten Kaffee getrunken, als auch schon die ersten Weber reinschneiten.
Da es ein ständiges Kommen und Gehen war, habe ich es leider nicht geschafft, mit allen so viel zu quatschen, wie ich wollte, zumal meine Stimme auch auf der Flucht war. Aber sie hat bis zum Ende durchgehalten.
Ich habe wenig gewebt, viel gequatscht und immer noch zu wenige Bilder gemacht. 

Feierabend war ein wenig früher als geplant, da gegen 18.30 h der Feueralarm los ging. Wir wussten zuerst nicht, ob es ein Probealarm war oder nicht, doch als wir die Menschen aus dem Gebäude strömen sahen, packten wir unseren Kram und machten uns auf den Weg nach unten.
Vier Stockwerke ohne Aufzug, den man ja im Brandfall nicht nutzen darf - und ich werde nur noch so viele Sachen mitnehmen, wie ich problemlos tragen kann.
Danke an die unbekannten Helfer, die mir zwei Klappboxen abgenommen hatten.
Jedenfalls waren wir gerade losgegangen als auch die Feuerwehr eintraf. Auf dem Weg nach unten stellten wir fest, dass einige Räume im ersten Stock voller Qualm waren.
Aber wir kamen heil raus und harrten draußen der Dinge, die kommen würden - schließlich mussten wir noch unsere Rechnung zahlen.

Eine halbe Stunde später gab es dann Entwarnung (keine Ahnung, was wirklich passiert ist, Schaden hat es wohl keinen gegeben. Ich vermute, dass da wohl ein Projekt sprichwörtlich in Rauch aufgegangen ist und den Alarm ausgelöst hatte) und wir entschieden, dass es genug war...

Wie das Gruppenfoto entstand.

Hier noch einige Bilder von den gezeigten Arbeiten: 

Dienstag, 18. November 2014

Bücher mit interessanten/wichtigen Artikeln über historische Borten

Books with interesting/important articles about historic tablet weaving

Zeitlich sortiert / sorted by period

Sonntag, 19. Oktober 2014

Eric of Pomeranias Gürtel

Es ist einer der wenigen komplett erhaltenen Gürtel aus dem Mittelalter.
Der Gürtel wird aus dem 13. Jhd. datiert, die Beschläge aus dem 1. Drittel 15. Jhd.
Gesamtlänge des Gürtels: 178 cm
Breite des Gürtels: 3 cm
Technik: Flottierung überbroschiert 
Brettchen: 80+ 

It is a belt of the 13th century, but the metal is of the 15th century
length: 178 cm
width: 3 cm
technique: snartemo with brocading
tablets: 80 and more

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Montag, 13. Oktober 2014

Die Textilkonferenz in London, Oktober 2014


London
Crafting Textiles from the Bronze Age to AD 1600:
A tribute to Peter Collingwood

Vom 10. – 11. Oktober war die Konferenz und ich bin darüber gestolpert, weil an dem ersten Tag sechs Vorträge über das Brettchenweben gehalten werden sollten.
95 Pfund Gebühren für zwei Tage  war zwar eine Menge Geld, ab für das Programm war es wirklich nicht zu viel.

Am Freitag ging um 7.00 h der Flug und alles lief so rund, dass wir noch vorher das Gepäck im Hotel abgeben konnten, bevor wir zur Konferenz gingen.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Die Hand, die dich füttert...

... sollte man nicht beißen. Oder so.

Jedenfalls hat die Frauenzeitschrift Brigitte, die mit den ganzen Häkel-, Strick-, was-weis-ich-noch-für-Anleitungen heute auf ihrer Internetseite unter der Rubrik 'Stimmen' einen Artikel veröffentlicht, der so ganz dezent 3/4 ihrer Kundschaft pauschal beleidigt.
Und wundert sich dann über den Shitstorm, der entsteht.
Da hätte der verantwortlich Redakteur vorher nachdenken sollen, dass es so wie es in den Wald hinein schallt, auch wieder heraus kommt...

Nun, ich fühle mich vom Titel '"Hilfe, ein Häkeldiplom!" Oder warum der DIY-Trend ein Ende haben muss' zwar nicht angesprochen, aber mir missfällt der Tonfall, die Wortwahl und das überhebliche Gehabe der Autorin ganz extrem.

Auf der einen Seite geht mir dieses 'rosa' 'heititei' und 'hübsch' manchmal auch auf den Geist, besonders wenn 'selbstgemacht' mit 'ohne handwerkliches Niveau, aber mit viel Liebe hergestellt' gleich gestellt wird. Das mag ich nämlich weder geschenkt bekommen, noch auf Dawanda kaufen. Da kann ich die Autorin bis zu einem gewissen Grad verstehen. Aber damit hört es auf.


Denn auf der anderen Seite stemme ich erfolgreich einen Job, bin glücklich verheiratet und habe einen großen Freundeskreis, mit dem ich gerne etwas unternehme.
Genaus freue mich aber Abends darauf, mich an meinen Webstuhl zu setzten und zu sehen, wie mit meinen Händen etwas entsteht, das hohes handwerkliches Niveau hat.
Und jetzt kommt die Autorin (die lt. diversen Seiten erfolgreiche Journalisten ist, aber auf ihrer eigenen Facebook-Seite öffentlich beklagt, dass sie kein Geld hat und Harz4 bezieht) daher und sagt, dass ich deswegen nicht emanzipiert bin? Nun, wer glaubt Emanzipation hat etwas damit zu tun, ob man Handarbeit macht, oder nicht, der hat das Prinzip nicht verstanden.

Denn Emanzipation bedeutet, dass ich jahrelang als Speditionskauffrau in der Fernverkehrsdisposition gearbeitet habe und mit den Jungs klar gekommen bin, aber gemerkt habe, dass Karriere und Geld nicht alles ist und deswegen jetzt einen ganz normalen Job als Industriekauffrau habe, ohne mich schlecht zu fühlen.


Dass ich sowohl Action-/Fantasy und SiFi-Filme lieben kann und die meisten Frauenfilme 'doof' finde.

Dass ich gerne auf Lost Place gehe, mich auch dabei mal kräftig einsau, ohne dabei vorzugeben, härter als ein Mann zu sein.

Ich kann auch meine geliebte Handarbeit machen, ohne mich dafür schämen zu müssen, dass ich ja etwas typisch weibliches mache...

Und da ich die Brigitte schon immer doof fand, brauche ich hier nicht meine Meinung zu ändern und das Abo zu kündigen, wie so manch ein entrüsteter Leserkommentar ankündigte.

EDIT: Falls man sich noch daran erinnert: Die Dawanda-Frauen, über die gerade hergezogen wird, waren die, die mit einer großen privaten Kampagne Jack Wolfskin dazu brachten, eine Abmahnwelle abzubrechen....
Bin mal gespannt, wie es mit der Brigitte weiter geht.


Möchte jemand Popcorn? 

Freitag, 12. September 2014

Technikstudien

Technikstudien sind nicht spannend, es gibt keine neuen Muster zu entwickeln, keine Farbkombinationen anzuschauen, sondern man webt etwas einfarbiges, wo nur die Details ein wenig anders sind.

Ich habe es gemacht, damit ich einen Anhaltspunkt habe und bei historischen Borten mit meinen eigenen Probestücken vergleichen kann, welche Technik es vielleicht gewesen sein könnte.

Und so habe ich mich hingesetzt und mit einem Aufzug ganz viele kleine Stücke gewebt. Dabei habe ich aber gerade eben an der Oberfläche dessen gekratzt, was für gleichmäßige Webkombinationen es beim Brettchenweben gibt.

Donnerstag, 28. August 2014

Die brettchengewebte Borte vom Krönungsgewand Richards von Cornwalls

Als 1257 Richard von Cornwall in Aachen zum Römisch-Deutschen König gekrönt wurde, trug er einen prachtvolles blaues Krönungsgewand, das mit gestickten Paaren von springenden goldenen Greifen und gekrönten Löwen, die abwechslend an beiden Seiten eines Lebensbaums aufgereiht sind, geschmückt war.

Nach der Krönung verblieb das Gewand im Aachener Domschatz, bis im 19. Jahrhundert der Aachener Kanoniker Frans Bock zerschnittene Teile des Krönungsmantels unter Verschleierung ihrer Herkunft in ganz Europa verkaufte.
Ein großer Teil des Stoffes blieb aber in Aachen und wurde zu einem Messgewand umgearbeitet.

Einige der Fragmente sind mit brettchengewebter Borte verziert worden, die vom Stil in den Anfang des 16. Jhd passt.  Denn Anleitungen zu ähnlichen Borten findet man in 'Anna Neupers Modelbuch'. Aber nirgendwo findet man eine Information, wann die Borten auf die Textilien genäht wurden.

As Richard of Cornwall had been coronated to roman-german king in the year 1275 he wore a magnificent blue robe, with gold embroidered animals.

For many centurys the robe stayed in Aachen. Until in the 19th century the canon of Aachen Franz Bock sold quite a lot fragments of the cloak hiding the origin of the fragments.
A bigger part of the cloth stayed in Aachen had been redone as chasuble.

Some of the sold fragmentes had been decorated with a small tablet woven band. The pattern looks like bands of the begining of the 16th century as found in 'Anna Neupers Modelbuch' but nowhere had been mentioned when the band had been added to the cloth.


Donnerstag, 21. August 2014

Elisenhof E-417

So, ich denke, dass ich das Muster jetzt habe. Aber da mein Material nicht den historischen Vorgaben entspricht (die Kette besteht lt. Buch aus scharf gedrehten S-Zwirn) ist der 3-D Effeckt nicht so gut wie im Original... 




Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden mit dem Ergebniss, werde aber demnächst noch einen Versuch mit selbstgezwirnter Wolle starten.

Sonntag, 17. August 2014

Wikingerkleidung

Eigentlich habe ich mich bisher recht wenig für die Wikinger interessiert. Die haben zwar wirklich spannende Borten, aber ansonsten gab es kaum Berührungspunkte.

Aber dann habe ich mich für einen wikingerzeitlichen Termin Ende August entschieden und dafür wollte ich mir jetzt - natürlich in letzte Sekunde - ein Kleid nähen.

Nach erster Recheche entschied ich mich, dass ich mein einfaches Leinenunterkleid weiter verwenden werde, nur ein passendes Oberteil musste noch her.

Donnerstag, 7. August 2014

Elisenhof E-417

Da ich kurzfristig einen frühmittelalterlichen Termin habe, zu dem mir noch der passende Gürtel fehlt, musste ein Band her, das ich schnell und unkompliziert weben konnte...

Nachdem ich schon mit einer Replik der Gürtelschnalle des Grabes 231 aus Haithabu eine räumliche Eingrenzung gemacht hatte, entschied ich mich für das Band Elisenhof E-417

Davon gab es in 'Tablet Weaving' von Egon Hansen eine Musteranleitung und ich dachte, dass ich einfach nur so weben konnte... 

As I will have a early mediveal event and didn't own a suitable belt I had to find a pattern which I could weave rather fast.
With a replica of the belt buckle of the grave 231 in Haithabu I decided to do something 'Nordic' and as there had been not so far away the founds of 'Elisenhof' it would be a perfect fit.

Especially as there is in the book 'Tablet Weaving by Egon Hansen a pattern description so that I could simple weave it.



Sonntag, 27. Juli 2014

Vestrum - mal wieder

Nachdem ich über Umwege an das Buch 'Snartemofunnene. Studier i folkevandringstidens ornamentikk og tekstilhistorie' von Bjørn Hougen aus dem Jahr 1935 gekommen bin, konnte ich zum ersten Mal einen Blick auf das Originalbild von Vestrum werfen.

Bildunterschrift lautet 'Spjellvevsbord fra Vestrum, Hedrum, Vestfold'

Dienstag, 8. Juli 2014

über den Urheberschutz...

Es mag ja immer noch Personen geben, die glauben, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist, wo man sich frei bedienen kann und Bilder, die im Netz sind, zur freien Verfügung stehen.
Dem ist nicht so. Wenn man ungefragt Bilder von fremden Seiten verwendet und diese in Netz stellt, dann kann man arg teuer abgemahnt werden.

Selbst wenn man 'freie' Bilder verwendet ist man verpflichte, den Urheber zu nennen, ansonsten kann man abgemahnt werdn.
Das Urteil und ein Kommentar dazu kann man hier nachlesen.

Warum scheibe ich dazu?

Weil man mal wieder ein Bild von mir, ohne zu fragen und ohne Urhebervermerk auf einer Website verwendet hat. Und zwar das hier:



Nun, wenn Wikinger eine Borte aus dem 4. Jhd. und dazu noch den ersten (falschen) Rekonstruktionsversuch posten, dann frag ich mich sowieso, was das soll, doch dass sie es noch nicht mal nötig haben zu fragen, ärgert mich schon.


Man kann meine Bilder gerne runterladen, aber eine Veröffentlichung auf einer Website (Fotosammelseiten wie Pinterest ausgenommen) bedarf meiner Zustimmung.
Bei Bildern von Rekonstruktionen mit Hakenkreuzen wird meine Antwort jedoch immer 'Nein' lauten.

Und warum mir das nicht egal ist? Weil ich sowohl in das Weben der Borten, als auch in das Fotografieren verdammt viel Arbeit gesteckt habe und ich es nicht mag, wenn sich jemand mit fremden Federn schmückt.
 
Nun, ich bin nicht die Person, die sofort zum Anwalt läuft und eine Abmahnung startet, aber ich schicke dann eine unnette Mail, setze darin eine Frist wo das Bild zu löschen ist (nicht nur die Verlinkung auf der Website) und wenn das nicht erfolgt, gibt es eine zweite Mahnung, mit dem Hinweis, dass sich mein Anwalt über leicht verdientes Geld freut.
Bisher ist es noch nie dazu gekommen, dass ich meinen Anwalt einschalten musste und ich hoffe, dass es auch so bleibt. Aber ich habe keine Lust, mich mit Personen abzuplagen, die es nicht nötig haben zu fragen, sondern einfach nehmen.

Edit 09.07.2014 man hat mir netterweise noch einen Link zukommen lassen, der viele Fragen beantwortet 'Wann ist ein Bildzitat erlaubt'
Gerne zitiere ich daraus den für mich sehr wichtigen Ausschnit:
 
'Ein Bildzitat ist nur dann erlaubt, wenn es eigene Ansichten und Gedanken belegt oder unterstützt (so genannte “Belegfunktion”). Das bedeutet, das Bildzitat muss die eigenen Ausführungen stützen. Was wiederum bedeutet, die Ausführungen müssen auch ohne das Bildzitat für sich stehen bleiben können.

Es reicht also nicht lediglich “Seht her, das ist ein hübsches Bild” zu sagen. Vielmehr muss man sich schon mit einem Thema auseinandersetzen, wie zum Beispiel bei Filmkritiken oder Zeitschriftenbesprechungen.'
  
Das bedeutet für mich, dass ich Bilder von historischen Borten, die nur in einem einzigen Buch veröffentlicht wurde, mit einer entsprechenden Kennzeichnung versehen, veröffentlichen kann, da sie als 'Beleg' für meine Rekonstruktionen dienen.
Aber nur weil ich ein gutes Bild von einem broschiertem Band auf meiner Seite habe, kann man es nicht als 'hübsches' Beispiel ohne mich zu fragen auf einer anderen Website veröffentlichen.

Auch ich habe noch einiges zu verbessern...

Edit 06.03.2015 Damit ich den Link zum Urheberecht und Musterschutz am Beispiel von Strickanleitungen nicht verlege, ist er jetzt hier. 

Das alles ist meine ganz persönliche Meinung, die aber nicht durch ein Studium oder ähnliches abgesichert wurde. Wer meint, sich bei Problemen auf diesen Blogeintrag berufen zu müssen, ist  selber schuld, denn ich übernehme hier überhaupt keine Haftung. 
Ein Bildzitat ist nur dann erlaubt, wenn es eigene Ansichten und Gedanken belegt oder unterstützt (so genannte “Belegfunktion”). Das bedeutet, das Bildzitat muss die eigenen Ausführungen stützen. Was wiederum bedeutet, die Ausführungen müssen auch ohne das Bildzitat für sich stehen bleiben können.
Es reicht also nicht lediglich “Seht her, das ist ein hübsches Bild” zu sagen. Vielmehr muss man sich schon mit einem Thema auseinandersetzen, wie zum Beispiel bei Filmkritiken oder Zeitschriftenbesprechungen. Folgende Zitatzwecke sind daher nicht ausreichend:
- See more at: http://rechtsanwalt-schwenke.de/wann-ist-ein-bildzitat-erlaubt-anleitung-mit-beispielen-und-checkliste/#sthash.LNCKzb8e.dpuf
Ein Bildzitat ist nur dann erlaubt, wenn es eigene Ansichten und Gedanken belegt oder unterstützt (so genannte “Belegfunktion”). Das bedeutet, das Bildzitat muss die eigenen Ausführungen stützen. Was wiederum bedeutet, die Ausführungen müssen auch ohne das Bildzitat für sich stehen bleiben können.
Es reicht also nicht lediglich “Seht her, das ist ein hübsches Bild” zu sagen. Vielmehr muss man sich schon mit einem Thema auseinandersetzen, wie zum Beispiel bei Filmkritiken oder Zeitschriftenbesprechungen. Folgende Zitatzwecke sind daher nicht ausreichend:
- See more at: http://rechtsanwalt-schwenke.de/wann-ist-ein-bildzitat-erlaubt-anleitung-mit-beispielen-und-checkliste/#sthash.LNCKzb8e.dpuf
Ein Bildzitat ist nur dann erlaubt, wenn es eigene Ansichten und Gedanken belegt oder unterstützt (so genannte “Belegfunktion”). Das bedeutet, das Bildzitat muss die eigenen Ausführungen stützen. Was wiederum bedeutet, die Ausführungen müssen auch ohne das Bildzitat für sich stehen bleiben können.
Es reicht also nicht lediglich “Seht her, das ist ein hübsches Bild” zu sagen. Vielmehr muss man sich schon mit einem Thema auseinandersetzen, wie zum Beispiel bei Filmkritiken oder Zeitschriftenbesprechungen. Folgende Zitatzwecke sind daher nicht ausreichend:
- See more at: http://rechtsanwalt-schwenke.de/wann-ist-ein-bildzitat-erlaubt-anleitung-mit-beispielen-und-checkliste/#sthash.LNCKzb8e.dpuf

Sonntag, 6. Juli 2014

Halberstadt - eine Borte vom Leinentuch

Das Original aus dem Halberstädter Domschatz gehört zu einem gestickten Leinentuch, das auf ca. 1250-1300 datiert ist. Das Band hat eine Gesamtlänge von 4 Meter.
Wahrscheinlich ist das Original nicht mit Goldlahn broschiert worden, sondern mit doppeltem Faden. Ich vermute, dass es Leinen ist, konnte dies aber hinter Glas nicht genau erkennen. Der farbige Broschierfaden ist Seide.



Broschiertes Band vom  einem Leinentuch aus dem Domschatz in Halberstadt


The original on display in the 'Domschatz von Halberstadt' is from a embroidered linen cloth dated 1250-1300. Probably not brocaded with spun gold. I guess that it's linen but as the cloth had been behind glass I couldn't touch it. The colourd brocade weft is silk.

Samstag, 21. Juni 2014

Fertig/Finished

Da ich manchmal nur Abwandlungen von Borten webe, die bereits auf meiner Website sind, wäre es ein wenig langweilig, wenn ich die Bänder auch dort veröffentliche, da dann einiges doppelt/sehr ähnlich wäre.

Deswegen werden sie hier veröffentlicht.

Wie dieses Band, wo ich nur die 'Vögelchen' der Bordüre vom Gürtel der Bathild gewebt habe.

Historische Details findet man hier eine Musteranleitung hier


Montag, 16. Juni 2014

Die Römer und die Brettchenweberei


Informationen gibt es in folgenden Büchern:
Ein inzwischen recht altes Buch hat eine ganze Menge Bilder von brettchengewebten Bändern des 2. - 4. Jahrhunderts aus Norddeutschland und Dänemark. Es heißt 'Textilfunde der Eisenzeit' von Karl Schlabow. Da es von 1976 ist, kann man es nur noch antiquariarisch kaufen, aber die Bilder sind sehr gut. Unter anderem werden hier die Funde vom Vaalermoor, Dätgen und Thorsberg aufgeführt.
Alle Bänder sind sehr einfach, meistens mit gestreiften Mustern oder Musterstrukturen im Stippengewebe. 
Ein weiteres sehr gutes Buch ist 'War and Worship' Textiles from 3rd to 4th century AD. Von den meisten Textilien sind nur noch Fragmente erhalten, doch die Qualität der Bilder ist hervorragend.
In dem Buch 'Tecxtile Manufacture in the Northern Roman Provinces' (von J.P. Wild, Cambridge University) wird ein brettchengewebtes Band erwähnt, das in Mainz gefunden wurde nur mit 2 Brettchen gewebt wurde und als Webkante verwendet wurde.
Aus dem 2. Jhd nach Christus gibt es eine einfache brettchengewebte Borte, die an einen Bronzekessel in Repov, Techechien korrodiert war. Erhaltene Breite ca. 1,9 cm (10 Brettchen) 
Ich kenne nur einen einzigen Fund südlich der Alpen: Der Saum von Veruccio -  Lise Raeder Knudsen berichtet darüber in Ancient textiles - modern finds, alle Funde in diesem Ort sind etruskisch (das war lange bevor Rom ein Imperium wurde).
Ansonsten kenne ich keinen römischen brettchengewebten Fund in Italien. Auf Statuen und Wandmalereien gibt es verzierte Kleidung, aber diese Verzierungen können auch mit anderen Techniken hergestellt worden sein (eingewebt, gestickt, Anlegearbeit, etc.)
Es gibt zwar einige 'Römische' brettchengewebte Motive, aber hier wurden Muster von Wandmalereien, Statuen, oder Töpferarbeiten als Brettchenweberei adaptiert.

'Self-Bands and other subtle patterns in Roman textiles' von Lise Bender Jorgensen berichtet über gefundene Webtechniken, die bei den Römern verwendet wurden.

Dienstag, 10. Juni 2014

Altartuch Mustersequenz 1

Nach der Auswertung aller Bilder des Altartuches von Halberstadt (datiert 1380-1390), weiß ich jetzt, dass es insgesamt 4 Muster gibt, die sich nicht abwechseln, sondern jeweils über die ganze Länge eine Bahn gewebt wurden.

Hier beschäftige ich mich mit der 'Mustersequenz 1' dessen Muster vor einigen Jahren von Fabian Peise entwickelt wurde.

Samstag, 7. Juni 2014

Der Flachsmarkt in Krefeld-Linn

Es gibt ihn schon seit zig Jahren und jedes Jahr bin ich gerne dort.

Einfach weil es viel zu gucken gibt und hinund wieder auch das eine oder Schnäppchen zu kaufen gibt.

Heute war ich wieder da.

In Sachen Brettchenweberei gab es einiges zu sehen:


Donnerstag, 5. Juni 2014

Der Halberstädter Domschatz

Ich hatte auf der Rückfahrt aus dem Urlaub ein absolutes Highlight für mich. Der Domschatz zu Halberstadt mit all seinen brettchengewebten Borten wurde auf dem Rückweg angesteuert.
Ich hatte vor zwei Wochen beim Museum angefragt, ob ich sie fotografieren dürfte und eine Genehmigung bekommen. 


Der Dom von Halberstadt
Allerdings weiß ich noch nicht, inwieweit ich sie veröffentlichen darf, deswegen gibt es jetzt keine Fotos.
 

Die Zusammenarbeit mit dem Personal war nett und unkompliziert. Ich habe insesamt 120 Bilder gemacht und nach einer ersten Auswertung kann ich zu den Borten, die ich gewebt habe folgendes sagen:

Das Cingulum aus Halberstadt, das ich bereits gewebt habe:

Laut Nancy Spies ist die Borte 108 cm lang und 1,7 cm breit beschrieben. Dazu erwähnt sie, dass das Cingulum an beiden Enden mit einem sehr verzierten Geflecht abgeschlossen wird.

Nun, das Geflecht ist mindestens genau so lang wie die Borte, die beim Tragen des Cingulums  um den Körper geschlungen wird und ist ein absoluter Hingucker. Die Borte geht dabei unter.

Das Schlimmste ist, das die Art, in der ich es gewebt habe, überhaupt nicht mit dem Original übereinstimmt... 

Das passiert wenn man eine Borte nach einer Anleitung webt, aber nicht das Orginal kennt.

Etwas anders sieht es mit der Borte des Altartuchs für den Hochaltar aus. 

Leider habe ich Depp mein Zentimetermaß vergessen und so kann ich nur ca. Abmessungen durchgeben. 

Das Altartuch ist für einen Altar mit der Abmessung von ca 3 x 1,5 m gefertigt worden. Es besteht aus 18 fast quadratischen Feldern die durch brettchengewebter Borte verbunden wurden Auch die Umrandung, von der die Seitenränder herab hängen besteht aus brettchengewebter Borte.  Insgesamt sind also etwa 22 m Borte verarbeitet worden.


Davon hatte ich vor Jahren von Fabian Peise die erste Musteranleitung für eine Sequenz bekommen. 


Sequenz aus der Altartuchborte

Bei meinem letzten Besuch habe ich diese Sequenz nicht gefunden, aber jetzt, beim systematischen Abfotografieren, war sie da. Bei diesem Teil der Borte ist die Broschur fast komplett abgerieben worden, so dass man sehen kann, dass der Untergrund ensprechend der Broschur gewebt wurde. Siehe auch mein Bild weiter oben.

Vier weitere Mustersequenzen gibt es, dazu wurde an einer Ecke ca. 1,5 m 'gestückelt', sprich zwei stilistisch nicht passende Borten wurden verwendet. 

Um das nachzuweben werde ich noch einige Zeit benötigen.

Donnerstag, 1. Mai 2014

St. Severin

Nachdem ich in meinem letzten Post über die Arbeitszeit, die ich in den ersten Versuch gesteckt habe, geschrieben hatte, war ich soweit motiviert, dass ich das Band jetzt richtig weben wollte.

Ich wollte eine Breite von  1,2 cm und die richtige Farbverteilung beim Aufzug hinbekommen. Zudem stimmte das 'Zwischenmuster' beim ersten Versuch nicht

Also habe ich 60/2 Seide aus London verwendet.

Mittwoch, 23. April 2014

Kalkulation zur Rekonstruktion einer brettchengewebten Borte



Herauszufinden, dass es das Band gibt, wenn man bei Freunden in Büchern blättert (Sabine Schrenk, "Fundort Schrein - Der Textilfund aus St. Severin in Köln", Textilien in der Archäologie, Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 22, 2011), war einfach unbezahlbar.
Das Buch zu besorgen kostete mich 21,00 Euro + Porto und 1,5 Wochen Wartezeit, bis es geliefert wurde.
Anhand des Bildes machte ich einen ersten Musterentwurf. Das dauerte 2 Stunden, dabei stelle ich fest, dass trotz Einscannen die Bildqualität nicht gut genug ist, um die Fäden zu zählen, damit man die genaue Brettchenanzahl bestimmen kann.



Freitag, 11. April 2014

Die IRM, Villa Borg

Am 06.04. war es wieder soweit. Dir IRM war mir über 250 km Anfahrt wert.

Leider war auch dieses Jahr die Qualität wieder arg durchwachsen. Neben einigen Höhepunkten an Ausstellern gab es auch so manches, worüber ich den Kopf schütteln konnte.

Das kann ich am besten anhand dem erklären, womit ich mich wirklich gut auskenne: Brettchenweben:

Der Stand von Archäotechnik Crumbach war ein absoluter Traum. Es wurden nicht nur allgemein bekannte Bänder gezeigt, sondern man konnte auch Neues bewundern. Ich habe noch nie eine Borte gesehen, die mit Pfauenfedern gewebt wurde.


Samstag, 5. April 2014

Das Vestrum-Band, Ergebnis eines Arbeitstages

Eigentlich wollte ich das Band ja nicht weben, da ich genug andere Projekte habe, aber irgendwie ließ es mich nicht los und ich habe einen ganzen Tag an der Rekonstruktion gearbeitet.

Well, I didn't intend to work on the band as I have plenty of other projects, but I couldn't get away from it and so I spent a whole day working on the reconstruction.

Sonntag, 30. März 2014

'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold'

 'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold'  von Else-Margrethe Huse ist ein Buch, dass ich
 niemals empfehlen würde, denn ihre 'Rekonstruktion' ist sehr weit von dem Ursprung entfernt. In einem Fall hat sie ein komplett anderes Muster entwickelt.
Ich spreche von dem Band von Vestrum/Norwegen aus dem vierten Jahrhundert.
Dazu gab es eine interessante Diskussion in der Facebook Gruppe 'Historic Tablet Weaving', die unglücklicherweise gelöscht wurde.
Deswegen zeige ich die Entwicklung hier:

'Reconstructed tablet woven bands from Vestfold'  by Else-Margrethe Huse is a book I would never recommend as the 'reconstructions' of the historic bands are very far away from the origen. In one case she did a total different pattern.
I'm speaking about the band from Vestrum/Norway 4th century.
Well, there had beenn a long and good discussion in the Facebook-Group 'Historic Tablet Weaving' which unfortunately had been deleted.
So I will show it here:

Samstag, 29. März 2014

Die Verwendung von Hakenkreuzen bei historischen Brettchenwebereien in der Bundesrepublik Deutschland

Auch wenn viele Hakenkreuze als Swastiken, Sonnenräder oder ähnliches bezeichnen, so ändert es nichts daran, dass es im rechtlichen Sinne Hakenkreuze sind. Und die Verwendung (besser gesagt die Nicht-Verwendung) derer ist in der Bundesrepublik Deutschland ganz genau durch Gesetze geregelt.

In diesem Fall ist es der §86 des Strafgesetzbuch.
Den kompletten Text kann man hier nachlesen: http://dejure.org/gesetze/StGB/86.html

Verbotene Zeichen im Sinne dieses Gesetzes kann man hier finden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verwenden_von_Kennzeichen_verfassungswidriger_Organisationen
Dazu gehören auch 'zum verwechseln ähnliche Kennzeichen'
Ich zitiere den Link: 'Nach der ständigen Rechtsprechung bedeutet „zum Verwechseln ähnlich“, dass ein „nicht besonders sachkundiger und nicht genau prüfender“ Betrachter die typischen Merkmale eines Originalsymbols erkennt. Dabei ist unerheblich, ob das fragliche Symbol bekannt oder unbekannt ist.'
Darum zieht auch das Argument 'eine Swastika ist etwas ganz anderes', nicht.

Mittwoch, 26. März 2014

Einige Informationen zum historischen Widderhorn


Man kann es einfach nicht oft genug sagen:

Obwohl das Motiv des Widderhorns in ähnlicher Form vielfach auf Malereien (der Griechen und Römer) zu sehen ist, ist es weder in der Eisenzeit, noch bei den Wikingern, noch im hochmittelalter im textilen Bereich verwendet worden. Es ist ein Motiv aus dem vorderen Orient des 19ten Jahrhunderts, dort wurden die brettchengewebten Bänder gefunden.

Man kann bei Peter Collingwood 'The Technique of Tablet weaving' folgende Information dazu neben einer Abbildung auf Seite 113 finden:
'Diagonal colour stripes: Kivrim motif from Anatolian bands'
Otfried Staudigel beschreibt ein ähnliches Band als 'Laufender Hund' auf Seite 227 '... und hellen Partien eine mäandernde Wellenlinie, die auch auf Brettchengeweben in verschiedenen Balkanländern und in der Türkei auftacht und 'Laufender Hund' genannt wird.'
Candace Crockett schreibt in ihrem Buch 'Weben mit Brettchen (Ausgabe 1994) auf Seite 79 zu einem Bild vom Widderhorn 'Das Band links ist ein komplizierteres türkisches Band... '

Wenn man den 'Laufenden Hund' oder das 'Widderhorn' mit den Funden der Wikingerzeit aus  Humikkakala, Kekomäki Kaukola, Mammen, Birka, Kostrup, Hvilehoj, etc.vergleicht, dann sieht man, dass die Bildsprache unterschiedlich ist und das Muster nicht passt.

Auch ich habe früher so manch ein Widderhorn gewebt, weil es keine 'effe' Schnurbindung ist und weil ich dachte, dass es es ein historisches Muster ist. Als ich dann erfahren habe, aus welcher Zeit es ist, habe ich sehr gestaunt.


Even if the motiv of the Rams Horn can be found in similary form on historic paintings (of the Greecs and the Romans) the motiv hadn't been used as tablet woven band in the Iron Age, from the vikings or in the mediveal time. It is a motive of the middle east from the 19th century, where the first bands had been found.

You can find the Rams horn in Peter Collingwood 'The Technique of Tablet Weaving (THE BIBLE) on page 113. Description: Diagonal colour stripes: Kivrim motif from Anatolian bands
Otfried Staudigel describes a similar band as 'Runing Dog' on page 227 '... also occurs on tabletwoven bands from the Balkans and Turkey.
As I have the book Card Weaving by Candace Crockett I can only translate the description of the band on page 79 'the band left is a more complicated Turkish band...'

If you compare this pattern to the historic founds of the Vikings like Humikkakala, Kekomäki Kaukola, Mammen, Birka, Kostrup, Hvilehoj, etc.than you will see how different the style of the rams horn is to the original tablet woven bands of this time.

I'd also woven my faire share of 'Rams horns' - before I knew better I also used it as Viking/Celtic pattern.

But now I use it for something like this:

Sonntag, 23. März 2014

Die Türkische Cammer in Dresden

Zusammen mit Freunden hatte ich am Wochenende bei einer Kurzvisite in Dresden einen Abstecher in das Dresdner Residenzschloss gemacht und die Gelegenheit genutzt, die Türckische Cammer zu besichtigen.

Da die Sachsener Kurfürsten zu den 'Jägern und Sammlern' gehören und alles über den fernen Osten zusammen getragen haben, was ihnen unter den Fingern kam, ist die Ausstellung groß.

Ok, meistens orientalische Waffen und Rüstungen, aber auch ein Dreimastzelt, Pferdegeschirr, und einige wenige Textilien gibt es. Aber das hat es in sich.

Ich habe es sehr bedauert, dass ich dort nicht fotografieren durfte, denn in der Ausstellung habe ich mindestens Dutzend Borten gesehen, von denen mehrere wahrscheinlich brettchengewebt sind.
Getrennt durch eine Glasscheibe kam ich nicht nah genug ran, um das zu erkennen und der Ausstellungskatalog ist so waffenlastig, dass es nix zu den Textilien gibt.

Etwas das ich sehr bedauere, denn einige Muster waren sehr spannend und ich hätte mich gerne später intensiver mit Details beschäftigt.

Bilder gibt es dieses Mal deswegen nicht. 


Dienstag, 18. März 2014

Fertig!

Mehr Infos und Detailbilder gibt es hier.

Sonntag, 16. März 2014

Fast fertig

Viel Platz habe ich nicht mehr auf der Kette.

Neben unzähligen Fischen, Fröschen, Eidechsen, Vögeln und anderem Getier habe ich die Tardis, das Stargate Symbol für die Erde und jetzt das Logo von Torchwood gewebt.

Ich hab noch nie so viele verschiedene Muster auf eine Kette gequetscht und es macht mir unheimlichen Spaß.

Leider hat meine Kette nur 46 Musterbrettchen, wo ich für das Torchwood-Logo eigentlich 54 benötigen würde. und dass das Motiv ein wenig langgezogen ist, überzeugt mich auch nicht. Aber da man es immer noch erkennen kann, passt es!

So sieht die Kette auf dem Webstuhl aus und im Moment gefällt mir die rot dominierte Rückseite viel besser als die helle Vorderseite.
Da ich es als Deko für den Esszimmertisch verwenden will, kann ich beide Seiten verwenden!


Samstag, 8. März 2014

Brettchenwebertreffen 2014 in Wegberg-Dalheim

Leider konnte ich nur an einem Tag zum Webertreffen, aber der hatte es in sich.

Ich habe noch nie so viele wunderschöne Borten an einem Ort gesehen.

gewebt von Irene Lyng

Es folgt eine Auswahl meiner schönsten Bilder. Einige Bilder sind nichts geworden, ich hoffe, dass andere Weber noch Bilder einstellen werden.

Samstag, 1. März 2014

Die Altartuchborte von Halberstadt

Die Altartuchborte von Halberstadt ist eine Borte, die mich nicht los lässt.

Ich kenne sie schon ewig. Es war eins der ersten 'aufwändigeren' Schnurbindungsmuster das ich gewebt hatte. 
Damals wusste ich nicht, dass das Original überbroschiert war und ich sozusagen zu den Hintergrund gewebt hatte.

Heute weiß ich immer noch nicht viel über das Band, dabei habe ich es mir schon live und in Farbe in Halberstadt ansehen können.
Doch im Domschatz ist das Fotografieren verboten und in den Publikationen gibt es von allem Bilder, nur nicht Details von dieser Borte. 
Selbst im Anhang von Nancy Spies Buch 'Ecclesiastical Pomp and Aristrocratic Circumstance' habe ich nichts dazu gefunden. 

In der Deutschen Digitalen Bibliothek gibt es einige Bilder zu der Altardecke, aber der Schwerpunkt sind die Stickereien, nicht die brettchengewebte Borte.


 Rekonstrukion  eines kleinen Teils der broschierten Borte - ich habe es schon in verschiedenen Versionen gewebt.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Muster für Fangirls

Nachdem das mit der Tardis so gut geklappt hatte, war mein Ehrgeiz geweckt. Ich wollte noch mehr Muster weben, die modernen Ursprung haben und Nerds glücklich machen.

Das ist aber leichter gesagt als getan. Zuerst habe ich mein Glück mit Sherlock versucht, aber irgendwie habe ich nicht mehr als 221b als Symbol brettchwenwebtauglich umsetzen können.

Das selbe gilt für Iron Man/Avengers. Da fiel mir gar kein Symbol ein, was ich verwenden könnte.

Stargate war da schon einfacher. So ein Stargate sollte man doch recht einfach in eine Anleitung umarbeiten können... kurz gesagt, es sieht auch im dritten Versuch nicht besser aus.

Also habe ich etwas einfaches verwendet. Das A mit dem Kringel oben drüber, das Symbol für die Erde.

Und in Doublefacetechnik war es ruckzuck gewebt:


Freitag, 21. Februar 2014

Der erste Versuch

der Tardis war gar nichts.

Der Rand war zu schmal und die Baumwolle ist viel sperriger als Wolle oder Seide, so dass die Reihen viel länger sind.

Somit waren die einzelnen Segmente viel zu langgezogen und es sah nicht wie die Tardis aus. Also habe ich alles aufgedröselt und ich musste noch mal ran an den Computer und habe das Muster überarbeitet.

Der Musterentwurf der Tardis sah im zweiten Versuch zwar gestaucht ein wenig seltsam aus, aber nachgewebt war es prima.
Bis auf den Schriftzug, damit bin ich noch gar nicht zufrieden.
Aber das Problem kann ich nur mit mehr Brettchen lösen, somit ignoriere ich das.

Mit meinem zweiten Versuch bin ich schon viel zufriedener:
Das schöne am Doubleface ist, dass es recht schnell geht. Die Tardis hatte ich inklusive einiger broschierten Zeilen in weniger als zwei Stunden fertig.

Beim nächsten Mal nehm ich auch die richtigen Farben.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Fangirl!

Wer mich kennt, der weiß, dass ich gute Fantasy und Science Fiction liebe und dass die neue Dr. Who Serie (NewWho) zu meinen absoluten Lieblingen gehört.

Als ich vor einigen Wochen über diese Borte stolperte, zuckt es in meinen Fingern. So eine Tardis zu weben hätte etwas.

Aber da hatte ich noch Hochdorf TC106 am Wickel und war eingespannt.

Jetzt ist die Borte schon wieder aufgeploppt und gestern konnte ich mich nicht mehr zurück halten und habe einen ersten Musterentwurf als Doubleface gezeichnet:

Die ursprüngliche Borte hatte 66 Brettchen, mein Entwurf hat 48, und ich weiß nicht, ob die Schrift 'Police' und 'Box' so glatt rauskommt, wie im Entwurf.


Und wenn ich morgen Abend Zeit habe, wird meine Tischdeko, wo ich eigentlich die verschiedensten Tierchen aus den beiden Staudigl-Büchern weben wollte, pötzlich auch eine (leider rote) Tardis haben.

Ich freu mich schon!

Sonntag, 16. Februar 2014

Pad-Tasche


Da eine Freundin für ihr Pad keine Hülle fand die ihr gefiel, habe ich ihr zum Geburtstag eine genäht.

Die Vorgaben waren recht einfach: Türkis und es soll passen.

Da ich in meinen Stoffvorräten viel, aber kein Türkis habe, bin ich zu Karstadt gegangen und habe dort in der sehr großen Stoffabteilung gestöbert. Gefunden habe ich einen 'äh' Filz, wo ich gar nicht wissen will, aus was für Polyestertierchen er nun besteht. Dazu habe ich noch zwei Magnetknöpfe gekauft und einen Stück Seidenstoff, dass ich beim Krefelder Flachsmarkt am Stand vom 'Haus der Seidenkultur' erworben hatte, verwendet.
Als Vorlage zum Nähen hatte ich mein Pad, das in etwa die gleiche Größe hatte.

Schneller als gedacht, war ich fertig: 


Die Vorderseite. Man sieht, dass die Magnete gut halten. 

 
Die Magnete sind von innen nur angenäht, so dass das Pad nicht daran entlang schrabben kann. 

Die Rückseite mit der Seidendeko.

Und es hat ihr gefallen!

Freitag, 14. Februar 2014

Holzbrettchen zum Brettchenweben.

Seit kurzer Zeit bin ich stolze Besitzerin von 48 Buchenholzbrettchen im Format 5,0 x 5,0 cm.


Sie sind schon sehr gut poliert angekommen und ich konnte weder scharfkanntige Stellen noch Splinter feststellen. Aber um ganz sicher zu gehen, dass meine feine Seide nicht beim Weben geschreddert wirde, habe ich sie jetzt mit Baumwolle bezogen und webe ein Muster aus dem Staudigl nach.

Ja, alle 48 Brettchen gleichzeitig. Und es ist eine einmal und niiiiiiie wieder Erfahrung.
Nicht, dass die Brettchen schlecht zu handaben wären oder sonst eine schlechte Eigenschaft haben, nein sie sind einfach viel dicker als die Pappbrettchen, die ich sonst benutze.
Damit ist die Handhabung der Holzbrettchen viel umständlicher als von den modernen Pappbrettchen.

Und mit 50 Holzbrettchen habe ich das Gefühl, mein persönliches Limit erreicht zu haben.

Ich frage mich, wie zum Teufel die es damals geschafft haben mit 100 oder mehr dieser dicken Brettchen so wahnsinnig tolle Borten zu weben!

Donnerstag, 13. Februar 2014

Ganz neu...

isser, mein Blog.

Was mach ich nun damit.

Wahrscheinlich über das schreiben, was mich bisher auch interessiert: Handarbeit, Museumsbesuche und Reenactment.

Dazu noch das eine oder andere Bild.... oder mehr Bilder als euch lieb sind? Schließlich liebe ich es, zu fotografieren.